Was bedeutet Amra?

Wir werden immer wieder gefragt, was AMRA eigentlich bedeutet. Nun, wir begegneten diesem Wort erstmals als Mittelname der Tochter des Verlegers. Sie erhielt ihn 2002 aus einer Eingebung heraus, und die gleiche Eingebung veranlasste ihren Vater, im Oktober 2005 den neugegründeten Verlag so zu nennen. Seitdem sind wir bei AMRA auf der Spurensuche …

Bei einem Channeling erfuhren wir von Saint Germain, dass AMRA ein Priesteramt auf Atlantis war, das sich der Verbindung von Wort und Klang widmete. Und inzwischen wissen wir auch, dass die Sanskrit-Bezeichnung AMRA früher gern als Vorsilbe benutzt wurde, um einer Person oder einer Sache das Attribut von „Würde“ oder „Bewunderung“ zu verleihen. Ein Mönch aus Nepal teilte uns mit, das Wort stehe für „Unsterblichkeit“ und „Nektar“.

Es gibt das Qusair ‚Amra (dt. „Kleiner Palast von Amra“). Das ist ein etwa 60 Kilometer von Amman entferntes Wüstenschloss in der jordanischen Wüste, wahrscheinlich im frühen 8. Jahrhundert von dem Kalifen Al Walid I oder einem seiner Prinzen erbaut. Es wurde 1898 von dem österreichisch-ungarischen Orientalisten Alois Musik entdeckt und gehört aufgrund seiner reichen Wandbemalung, die selbst heute noch teilweise vorhanden sind, seit 1985 zum Weltkulturerbe der UNESCO. Die Fresken sind ein wichtiges Zeugnis für die frühe islamische Kunst und zeigen Jagd- und Badeszenen, unbekleidete Frauen, Handwerk, Astralkörper, Tiere, Akrobaten, erotische Szenen sowie königliche Figuren.

Unsere Leserin Amra H. schreibt uns: „Der Name ist im ex-jugoslawischen Raum weit verbreitet und wird von den Bosniaken genutzt. Meines Wissens kommt er aus dem arabisch-islamischen Raum und bedeutet Prinzessin. Ich habe aber auch von älteren Bedeutungen gehört, die besagen, dass der Name auch ’stark‘ oder ‚Mond‘ bedeutet.“

Der Schriftsteller Josef Csuk ließ uns in einer Email wissen: „Amra – ein schöner Name. Er stammt aus dem sumerisch-ägyptischen Zeitalter und bedeutet: AM – der Himmel; RA – das strahlende Licht [Sonne].“ Vielen Dank, Herr Csuk!

Und unser Autor Tom Kenyon schlägt auf seinem Tagesworkshop am 7. Juni 2014 in Garching bei München vor, Amra gleich als Kurzform für AMUN RA zu lesen, der im alten Ägypten als König der Götter galt und die Eigenschaften des Sonnen-, Wind- und Fruchtbarkeitsgottes in sich vereinte. Das nach ihm benannte Fest, zu dem selbst die Könige anreisten und mit den Ägyptern feierten, fand jährlich in seinem Tempel in Karnak statt. Es begann immer am ersten Neumond des ersten Monats der Schemu-Jahreszeit und dauerte bis zum vierten Tag nach Neumond.

Unser guter Freund Frank F. teilt uns am 2. Februar 2016 mit, was Lyon Sprague de Camp über AMRA wusste. DeCamp, der viele Stories des CONAN-Erfinders Robert E. Howard „posthum überarbeitete“ und die Howard-Biografie „Dark Valley Destiny“ schrieb, glaubt, dass Howard den Namen „Am-ra“, den er in seinen Arbeiten benutzte, dem irisch-keltischen Wort „amra“ entlehnte, was so viel wie „Elegie“ bedeutete. De Camp zufolge schrieb Howard seine Figuren KULL und CONAN als urkeltische Archetypen, als deren modernen Nachfahren er sich selbst betrachtete.
Unsere Familie bewohnt ein Haus am Fuß des Keltenbergs in Glauburg/Wetterau, an dessen Hang die Statue des Keltenfürsten gefunden wurde – und ich habe Howards und DeCamps Stories als Jugendlicher geradezu verschlungen. In Irland sind wir ohnehin gern und oft. – Danke, Frank!

Und was den Gründer und Inhaber des AMRA Verlags angeht …
Michael Nagula ist der Sohn einer deutschen Mutter und eines ungarischen Vaters. Der Nachname »Nagula« ist jedoch nicht ungarischen Ursprungs. Im Ungarischen sind die meisten Namen sprechend, das heißt der häufige Nachname »Fekete« beispielsweise heißt Schwarz oder der Nachname »Nagy« Groß. Nagula hat keine übersetzbare Bedeutung, was im Ungarischen ungewöhnlich ist. Eine Bedeutung bekommt der Name aber im Indischen, nämlich durch »naga«, die Schlange, oder genauer »nagula«, die große Schlange, das heißt die Königskobra. Das Nagula Chaviti, das dort jedes Jahr stattfindet, ist ein Fest zu Ehren der großen Schlange, die für den Strom der Kundalini-Energie zwischen Himmel und Erde steht. Und der nur leicht im Auslaut gedrehte Begriff »nagual« – darauf verweist der große spirituelle Lehrer Don Miguel Ruiz: So wurden die schamanischen Meister bei den Tolteken genannt, die in Südmexiko beheimatet waren. In verschiedenen Linien haben sie das »nagual«-Wissen der alten Zeit bewahrt. »In der toltekischen Tradition führt ein ›nagual‹ andere Menschen in die Freiheit«, schreibt Ruiz. Und so wanderte dieser Begriff vermutlich, als Benennung wie auch als Name. Vielleicht auch nach Indien? Und mit den sieben Stämmen, die sich in der Steppe am Fuße des Urals zusammenschlossen und gemeinsam ins Karpatenbecken zogen, vielleicht auch ins heutige Ungarn? Die Tolteken, bei denen dieser Begriff seinen Anfang nimmt … das war kein Volk, sondern eine Gemeinschaft von Wissenschaftlern und Künstlern, die sich zusammenschlossen, um das spirituelle Wissen und die Praktiken ihrer Vorfahren zu erforschen und zu bewahren. Sie nannten die Sterne »tonal« und das Licht zwischen den Sternen »nagual«. Diese Vorfahren scheinen allerdings auf Atlantis gelebt zu haben, denn eine der sieben dort lebenden Unterrassen – andere waren etwa die Ursemiten und die Mongolen – nannte sich »Tolteken«.
So schließt sich für Michael Nagula, den Verleger spiritueller Literatur und Musik, der Kreis, denn kurz nach der Verlagsgründung erfuhr er bei einem Channeling von Saint Germain, dass »Amra« einst ein Priesteramt auf Atlantis gewesen sei, das dem Wort und dem Klang verpflichtet war.

In dieser Tradition steht AMRA.