Hunbatz Men

Die Heilige Kultur der Maya

Ihre atlantische Herkunft, das Kalendersystem und seine Ausrichtung auf die Plejaden

AMRA Verlag, 192 Seiten, gebunden, illustriert, goldenes Leseband

ISBN: 978-3-939373-74-2

19,95 €

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Die Maya kamen von einem Ort, an dem das Wasser den Quell der Weisheit verschlungen hatte, von Atlantis. Ihre Kultur richtete sich an Kalendern aus, die das Leben der Menschen auf den großen Pulsschlag des Kosmos abstimmten. Sie verehrten Hunab K’u, das göttliche Prinzip des Weltganzen, das alles mit allem und jeden mit jedem verbindet.

Bisher war unbekannt, welchen enormen Einfluss die Kultur der Maya vor 11.600 Jahren auf die gesamte Zivilisation ausübte. Erstmals wird auch der Plejadenkalender enthüllt, der 26.000 Jahre oder ein Weltzeitalter umfasst und damit weit in unsere Zukunft reicht.

»Eine Pflichtlektüre für alle, die sich fragen, warum Menschen das Gefühl haben, mit den Plejaden verbunden zu sein.« - Barbara Hand Clow, Autorin des Buches Der Maya Code

Leseprobe

INHALT

Vorwort von Sat Arhat Domingo Dias Porta
Einführung von Hunbatz Men

EINS Uralte Wurzeln der Maya
ZWEI Hunab K’u: Geber der Bewegung und des Maßes
DREI Kalenderformen in Mittelamerika
VIER Kosmische Indikatoren der Maya
FÜNF Zeiteinheiten der Maya
SECHS Die synchronisierten Kalender der Maya
SIEBEN Mathematische Methoden zum Verständnis der plejadischen Zyklen

Nachwort Die Maya sind unter uns

Bibliografie
Über den Autor


VORWORT VON SAT ARHAT DOMINGO DIAS PORTA

Der besondere Wert dieses Werkes besteht in seinem gut dokumentierten Inhalt und in der Authentizität des Autors, eines modernen hau’k’in der Maya, also eines traditionellen Maya-Lehrers, dessen Weisheit seinen eigenen Erfahrungen entstammt. Hunbatz Men ist ein wahrer Maya-Schamane und Hüter der Tage – eine echte Autorität für die Geschichte, die Chronologie, die Kalender und das kosmische Wissen der Maya-Zivilisation. Er kam in Wenkal auf der zu Mexiko gehörenden Halbinsel Yucatán zur Welt und wurde ein Schüler des größten zeitgenössischen Verfechters des Maya-Wertesystems: Maestro Domingo Martínez Paredez (1899-1983), eines Professors der Mayasprache an der Universidad Nacional Autónoma de México (Unabhängige nationale Universität von Mexiko). Er ist der Autor zahlreicher Werke, in denen die Transzendenz der kulturellen Werte dieser großen Eingeborenenzivilisation ans Licht gebracht werden.
Das Studium der astronomischen Mayakalender aus dem vorkolumbianischen Amerika zeigt, dass in der traditionellen Mayakultur die Zeit nicht aufgrund einfacher kommerzieller oder zivilrechtlicher Bedürfnisse gemessen und berechnet wurde. Das Ziel war wesentlich höher gesteckt: Man wollte das Leben der Menschen und ihrer Gesellschaftssysteme mit dem größten kosmischen Pulsschlag, dem Rhythmus der Jahreszeiten und anderen Zyklen, die Veränderungen auf der Erde bewirken, in Einklang bringen. Dadurch, dass sie diesem Rhythmus des Universums folgten (dem Schlag des himmlischen Herzens, wie es im Popol Vuh heißt, dem Schöpfungsmythos der Maya), konnten die Menschen die verschiedenen Arten von Dekadenz vermeiden – sei es nun durch lunare, solare, planetarische oder galaktische Biorhythmen. Sie konnten mit der universellen Konstante in Harmonie leben und ihre individuelle Existenz weit über das armselige, syllogistische Schlussfolgerungsdenken hinaus ausdehnen, das es nicht einmal fertig bringt, einige simple, aber grundlegende Tatsachen mit gebührender Gründlichkeit zu betrachten.
Für diese kosmischen Vermessungen und die entsprechende Synchronisation des Menschen war es erforderlich, dass Individuum, Gesellschaft, Natur und Kosmos sich miteinander identifizierten, in eins fielen – also echtes und vollendetes yok’hah Maya (Maya-Yoga). Es war eine synthetische Wissenschaft, als Schema niedergelegt in diesem unschätzbaren Archäometer der Indigenen: den astronomischen Kalendern der Maya. Sie enthielten den Schlüssel, um alle Krankheiten zu heilen und die menschliche Rasse zu regenerieren, indem man sein Leben nach den Lebensregeln ausrichtete – nach jenen goldenen Regeln, welche die Menschen nicht erfanden, sondern vielmehr entdeckten.
Das vorliegende Buch von Hunbatz Men ergänzt bestimmte andere Werke, die zum selben Thema erschienen sind, und bereichert sie zugleich, denn es schließt eine bis dato beunruhigende Lücke in der Kalenderforschung. Aus diesem Grund ist es mir eine Freude, Hunbatz Men willkommen zu heißen und ihn in dem edlen Unterfangen zu ermutigen, dem er sich verschrieben hat: das ererbte Wertesystem unserer indigenen Rassen wiederzuentdecken. Das indigene Amerika – unsere Kultur, die man zum Schweigen gebracht hat – feiert die Veröffentlichung dieser kostbaren Frucht der astronomischen Mayakalender.
Wir gratulieren Hunbatz Men zu einem so ehrenwerten Bemühen, und wir grüßen all jene, die den Glauben an unsere Völker und an die Zukunft unseres geliebten amerikanischen Kontinents bewahren.

In Lak’ech,
Sat Arhat Domingo Dias Portas

Der ehrenwerte Sat Arhat Domingo Dias Porta ist ein Maya-Ältester, gebürtig und ausgebildet in Venezuela. In den 1980er Jahren gründete er die Bewegung der Sonnenkulturen amerikanischer Indianer (»Movement for the American Indian Solar Cultures«).


EINFÜHRUNG VON HUNBATZ MEN

Unsere Maya-Vorfahren waren echte Weise. Sie besaßen echtes Wissen, sie haben nicht einfach nur spekuliert. Sie entwickelten ein kompliziertes System prinzipieller Grundlagen, die sie auf ihre Religion, Philosophie, Wissenschaften, Architektur und Medizin anwandten – eigentlich auf alle Aspekte ihrer Kultur.
Diese prinzipiellen Grundlagen der alten Maya entstammten einem einzigen spirituellen Konzept: dass die Gesamtheit des Kosmos von heiliger Energie durchdrungen ist und der Kosmos, während er sich in unzähligen Permutationen entfaltet, unentwegt das Heilige enthüllt – und dadurch das tägliche Leben bestimmt. In der Denkweise der Maya befinden sich die Menschen im Gleichklang mit göttlicher Energie, und das Göttliche manifestiert sich in den unzähligen Formen und Wesen der physischen Welt, der Welt der Natur, wobei umgekehrt die physische Welt und alle ihre Erscheinungsformen das Göttliche widerspiegeln. Als Meisterastronomen dehnten die Maya-Weisen dieses Konzept natürlich auf den Weltraum aus. Sie nahmen das gesamte Universum – genau wie den individuellen Menschen – als Manifestation göttlicher Energie wahr, die sich ständig bewegt und verändert.
Dieses Wissen erwarben sich die alten Maya durch ihre akribischen Beobachtungen der Natur, die sie als ihre Mutter und Führerin auffassten. Sie war die Göttin Ixmucane – Mutter Erde –, eine von dreizehn Maya-Gottheiten, welche die hombres de maiz erschufen, das Maisvolk beziehungsweise die Menschen. Sie mahlten gelben, weißen, roten und schwarzen Mais und bereiteten aus dieser Mischung neun verschiedene Getränke zu. Laut dem Popol Vuh erwuchsen aus dieser Nahrung die Kraft und die Ausdauer, es bildeten sich die Muskeln und die Energie der Menschen. So wurde die schöpferische Funktion von Mutter Erde in der Entfaltung der grundsätzlichen Lebensprozesse gewürdigt.
Als Ausdruck des Göttlichen unterliegt die Natur (ebenso wie die Menschen) gewissen heiligen Gesetzen, sagten die alten Maya. Sie entwickelten eine fortgeschrittene Mathematik, in der sich die Zahlen nicht speziell auf Mengen bezogen, wie es die heutige, materialistische Welt so oft unterstellt. Alle Zahlen waren ein Ausdruck der verschiedenen Frequenzen und Töne des Göttlichen. So hieß beispielsweise der Mond in der Mayasprache U, Uc oder Uh und besaß den Zahlenwert 7. Diese Zahl beherrschte sowohl die Frauen als auch die Zyklen von Zeugung und Empfängnis, denn mit Hilfe des Mayakalenders war es möglich zu wissen, wann man einen Sohn und wann eine Tochter empfing. Ebenso wussten die Frauen aufgrund der Mondzyklen, an welchen Tagen sie nicht empfangen würden, wodurch sich die Bevölkerungszahl kontrollieren ließ, wenn Nahrung und sonstige Vorräte knapp waren. Abgesehen von anderen Dingen, zu denen wir später noch kommen werden, repräsentierte diese Zahl auch die sieben Kräfte oder »Gehirne« des Menschen.
Die Meisterastronomen der Maya entwickelten mit Hilfe der Mathematik ein Zeitsystem, das aus einer Reihe von Zyklen bestand und sich sowohl im Makrokosmos als auch im Mikrokosmos anwenden ließ, und alle diese Zyklen galten ihnen ebenfalls als heilig. So wurden ihre berühmten Kalender zur Grundlage ihrer ganzen Existenz. Als Ausdruck der kosmobiologischen Naturgesetze bestimmten sie sämtliche Maßeinheiten. Deshalb besaßen für die Maya ihre Kalender den allerhöchsten Wert: Sie waren ein Spiegel der menschlichen Existenz und schrieben vor, wie die Menschen als Teil eines harmonischen Ganzen leben sollten. Für die Maya war es, als hätte sich ihnen ihre Mutter Natur, die sie geschaffen, geformt und genährt hatte, in Gestalt einer makellosen, akkuraten, mathematischen Präzision offenbart. Aus der Sicht der astronomischen Kalender war der Mensch ein Mikrokosmos, ein Teil seines großen Vaters, des Makrokosmos – und dies bedeutet, dass das große Ganze in jedem von uns gegenwärtig ist. Ja, sogar der Kosmos selbst funktionierte mittels dieser intelligenten Energie, dieser universellen Energie, aus der alle Menschen erschaffen wurden.
Ein Beispiel für die von den Maya ausgearbeitete, hoch entwickelte astronomische Wissenschaft ist die Entdeckung der transzendenten Beziehung zwischen Sonne und Mensch, die sich bestätigte, als sie das Phänomen der Sonnenflecken entdeckten. Aus diesem Grund nannten die Maya sich »Kinder der Sonne«. Mittels ihrer Beobachtungen des 23 Jahre andauernden Zyklus der Sonnenflecken konnten die Maya die Beziehung zwischen Mensch und Sonne noch weiter korrelieren. Die Astronomen, die zugleich Astrologen waren, entwickelten ein Kalenderrad mit 23 Jahren oder »Zähnen« – eine Information, die man jederzeit im Porrúa Kodex nachlesen kann. Der Kodex verweist auch darauf, wie wichtig der spezielle Sonnenfleckenkalender war, demzufolge dieses solare Phänomen die Natur kosmobiologisch verändert – eine Tatsache, die von der modernen Wissenschaft bestätigt wurde. Die Maya verstanden das Phänomen der Sonnenflecken und erkannten seine Bedeutung, und deshalb nahmen sie es in ihr Buch der kosmischen Kalender auf. Es sollte den Menschen als Orientierungshilfe dienen und ihnen dabei helfen, die Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft zu erfassen, und so zu ihrem Verständnis beitragen, damit sie begriffen, wie wichtig es ist, auf dieser wunderschönen Mutter Erde in Harmonie zu leben.
Wir sollten zumindest einige der vielen Namen erwähnen, die die Maya den Einheiten ihrer Zeitzyklen gaben: k’in – Tag, winal – Monat, haab – Jahr, uc – Mondmonat, tunben k’ak’ – 52 Intervalle oder Jahre, k’altun – 260 Intervalle oder Jahre, tzek’eb – das große Jahr beziehungsweise ein Zyklus von 26.000 Jahren.
Die Maya benutzen bis heute einen sehr speziellen Kalender namens Tzolk’in, einen heiligen Kalender, der Intervalle von 260 Tagen misst – die Dauer des menschlichen Heranreifens im Mutterleib. Dieser Kalender wurde vielfältig verwendet, insbesondere dazu, alle anderen Mayakalender zum Gleichlauf zu bringen. Das Tzolk’in wurde außerdem zur Weissagung und in Ritualen benutzt sowie wahrscheinlich noch für andere Zwecke, die man inzwischen vergessen hat. Es beruht auf den Zahlen 13 und 20. Wenn man diese Zahlen multipliziert, ergeben sie die Zahl 260.
Sie benutzten außerdem die xoc kin – die Weissagungstage am Anfang des Mayajahres. Deren spezielle Zählung begann am 22. Dezember, der Wintersonnwende, und dauerte 19 Tage. In dieser Zeit beobachteten die Maya jeden Tag die meteorologischen Phänomene ganz besonders genau. Aufgrund dieser Beobachtungen konnten sie vorhersagen, ob es ein gutes Jahr werden würde oder nicht. Sie konnten zum Beispiel Regenzeiten oder Dürreperioden voraussehen, denn die klimatischen Bedingungen innerhalb dieses Zeitabschnitts bestimmten verlässlich, wie sich die Natur während des restlichen Jahres verhalten würde. Dies hat man über lange Zeitläufe hinweg beobachtet.
Pyramiden sind echte Energieerzeuger und Energieumwandler, und unsere zeitgenössische Wissenschaft hat bestätigt, welche gewaltige Macht sie als Instrumente positiver und negativer Kraft besitzen. Die Maya waren sich dieser Eigenschaft der Pyramiden vollkommen bewusst und übertrugen sie in ihre Kalender: Sie benutzten die Pyramidenform als geometrische Grundlage ihrer Chronologien, und sie benutzten Licht und Dunkelheit, um ihre Tage, Wochen, Monate, Jahre, Jahrhunderte und Jahrtausende zu markieren. Dies kann man mit eigenen Augen am Pyramidentempel des Kukulcán in Chichén Itzá in Mexiko sehen, was wir in einem späteren Kapitel näher erörtern werden.
Alles bisher Gesagte bringt uns das Weltbild der Maya näher: Sie ließen sich von der Natur selbst führen, und sie beachteten die Modifikationen des Sonnenlaufs beziehungsweise der Sonnenpositionen, die wiederum die »Minuten« und »Stunden« der kosmischen Uhr bestimmen – Zeiträume und Entfernungen, die nicht nur lineare Zeit und materielle Wirklichkeit messen. Vielmehr spiegeln sie aufgrund der kosmobiologischen Rhythmen, die die Umwelt jeweils normalisieren oder verändern, unweigerlich das psychische und physikalische Ganze wider. (...)


KAPITEL EINS: URALTE WURZELN DER MAYA

In einer geheimnisvollen, fernen, fast vergessenen Zeit gingen Völker aus den großen Zivilisationen hervor, die man heute Lemurien und Atlantis nennt, und machten sich auf den Weg zu anderen Kontinenten: Nord- und Südamerika, Europa, Asien, Afrika, Ozeanien ...
Die Wissenschaft sucht schon lange nach dem fehlenden Bindeglied zwischen dem Menschen und seinen direkten Tier-Vorfahren, die aufgrund spezieller Umstände einen neuen evolutionären Weg einschlugen und sich immer weiter von ihrer ursprünglichen biologischen Abstammung entfernten, aus der sie in einer nun versunkenen Ära entstanden waren. Es stellt sich die Frage: Wo entstand dieses prähistorische Phänomen namens Mensch zuerst? War es in Afrika? In Asien? Auf irgendeiner pazifischen Insel? Oder womöglich auf dem amerikanischen Kontinent? Oder entstand der erste Mensch auf einem Kontinent, der inzwischen im Meer und in den Nebeln der Zeit versunken ist? Manche Forscher haben sogar zur Diskussion gestellt, dass der Mensch außerirdische Ursprünge haben könnte – dass er von einem anderen Planeten im Kosmos gekommen sei, um sich auf der Erde niederzulassen. Wir wollen nun einige Anhaltspunkte für die Ursprünge der Mayazivilisation näher betrachten.

Indizien für prähistorische Menschen auf dem amerikanischen Kontinent

Die meisten konventionellen Forscher behaupten, dass die ersten Menschen entweder in Afrika oder in Asien oder in Europa entstanden. Im späten neunzehnten Jahrhundert entdeckten jedoch die berühmten argentinischen Paläontologen und Archäologen Florentino (1854-1911) und Carlos (1865-1936) Ameghino im südlichsten Südamerika frühmenschliche Überreste. Die Brüder behaupteten beharrlich, sie hätten ihre Funde eindeutig als Homunculus, Tetraprothomo, Triprothomo und Diprothomo identifiziert und folgerten daraus, dass der erste Mensch während des tertiären Erdzeitalters (65 Millionen bis 1,6 Millionen Jahren vor unserer Zeit) im heutigen Argentinien entstand. Diese Behauptung hat zu verschiedensten Hypothesen über die Abstammung der Völker auf dem amerikanischen Kontinent geführt. Einige eurozentrische Forscher haben diese Hypothesen rundheraus abgelehnt, weil sie an der Auffassung festhalten, dass die Ahnen der Menschen nie auf dem amerikanischen Kontinent lebten und dass es somit müßig ist, in Nord- und Südamerika nach Beweisen für die Anwesenheit der ersten Menschen zu suchen.
Trotzdem – in den Höhlen von Loltún in den Puuc-Hügeln auf der Yucatán-Halbinsel in Mexiko können Besucher sich über die Natur- und Kulturgeschichte des nördlichen Maya-Tieflands informieren, und zwar über einen Zeitraum von 10.000 Jahren hinweg – vom späten Pleistozän (vor 1,8 Millionen Jahren bis vor 10.000 Jahren) bis fast in die Neuzeit. Archäologische Ausgrabungen haben die Überreste vorsintflutlicher Tiere zum Vorschein gebracht, und dazu Knochen und andere Überreste wie Töpferwaren, Muschelschalen, steinerne Kunstwerke, geschnitzte Basreliefs, Felsschnitzereien und Wandmalereien. Diese korrespondieren stilistisch mit den verschiedenen Entwicklungsstufen der Mayakultur und liefern somit einen wissenschaftlich unumstößlichen Beweis dafür, dass prähistorische Wesen zeitgleich mit Menschen auf dem amerikanischen Kontinent lebten.
Der tschechische Anthropologe Aleš Hrdli?ka (1869-1943) erforschte dieses Gebiet und vertrat als erster Wissenschaftler die Theorie einer menschlichen Kolonisation des amerikanischen Kontinents. Er meinte, Menschen einer primitiven Entwicklungsstufe seien vor etwa 15.000 Jahren über Ostasien dort eingewandert und hätten danach auf diesem Kontinent gelebt, und damit beeinflusste er die spätere eurozentrische Auffassung der menschlichen Ursprünge erheblich. Hrdli?ka kam zu dem Schluss, dass »die amerikanischen und asiatischen Ureinwohner von Anfang an verwandt waren«, und wies auf typische Merkmale hin, die der amerikanischen und der mongolischen Rasse gemeinsam sind, darunter Ähnlichkeiten in der Hautfarbe, der Physiognomie und den Bärten. Zum Glück für die Wahrheitsfindung gab es Forscher, die mit ihren Indizien Hrdli?kas Theorie widerlegten – die bereits erwähnten Brüder Ameghino, der aus Yucatán stämmige Autor Ignacio Magaloni Duarte, der große mexikanische Anthropologe Domingo Martínez Paredez und der peruanische Gelehrte und Arzt Javier Cabrera Darquea, um nur einige zu nennen.
Javier Cabrera Darquea (1924-2001) studierte in den peruanischen Wüsten in der Nähe der Stadt Ica über 11.000 schwarze Steine, in die irgendeine Kultur Bilder eingeritzt hatte. Damit stellte er so ziemlich alles in Frage, was uns die heute gängige Wissenschaft über die Ursprünge unserer selbst und anderer Arten auf unserem Planeten beigebracht hat. Diese mit Gravuren versehenen Andesit-Steine, so genannte Gliptolithe, enthalten eine Bibliothek von hohem Wissensstand, die irgendeine uralte, untergegangene Zivilisation zurückgelassen hat. Die Bilder auf den Steinen stellen medizinische Transplantationen und Bluttransfusionen dar, außerdem Menschen zusammen mit Dinosauriern, fortgeschrittene Technologien wie Teleskope und chirurgische Instrumente, die Anordnung versunkener Kontinente sowie Reisen in den Weltraum. Darquea, ein Arzt, der in Ica die Medizinische Hochschule der Nationaluniversität von Peru gegründet hat, verbrachte die letzten vierzig Jahre seines Lebens damit, die Botschaften dieser Steine zu entschlüsseln. Er präsentiert wichtige Entdeckungen in seinem Buch El mensaje de las piedras grabadas de Ica (»Die Botschaft der gravierten Ica-Steine«):

Die Geologie hat erwiesen, dass der amerikanische Kontinent gegen Ende der Kreidezeit in zwei Teile gespalten war, in einen nördlichen und einen südlichen, und zwischen beiden gab es keine Verbindung. Die Paläontologie wiederum hat erwiesen, dass die Fossilien mancher Säugetiere, die man im Boden beider Kontinente gefunden hat, dieselben Arten waren, jedoch erst nach Beginn des Tertiärs (vor etwa 63 Millionen Jahren), kurz nachdem sich, laut den Geologen, eine Brücke zwischen beiden Kontinenten gebildet hatte.

Woher kamen also die fortschrittlichen Wesen, deren Existenz die Ica-Steine beweisen? Laut Darquea kamen sie von den Plejaden, und zwar vor etwa einer Million Jahren. Tatsächlich glauben Maya, Inka, Cherokee und andere amerikanische Eingeborenenvölker, dass die Ursprünge der Menschheit in der Milchstraße zu finden sind. Alle diese Völker glauben, dass die Saat des menschlichen Bewusstseins von den Plejaden stammt, die bei den Maya Tzek’eb heißen. Laut Maya-Überlieferung bildet unsere Sonne einen Teil dieser Konstellation, und die Wurzeln der Menschheit lassen sich in eine Zeit zurückverfolgen, in der unsere Ahnen aus dem Weltraum sich mit den höchsten Lebensformen auf Erden paarten, um den Menschen zu erzeugen.
Deshalb sind sämtliche großen Tempel der Maya, Azteken und Inka in ganz Mittelamerika nach den Plejaden ausgerichtet. Für alle diese Völker entsprachen die Schwingungen der vielen Aspekte des Geistes der Schwingung der Zahl 7, die die Plejaden repräsentiert – die himmlische Quelle des menschlichen Bewusstseins. Entsprechend spiegeln das Äußere und Innere einander wider, zum Beispiel entsprechen die sieben inneren Chakras des Menschen den sieben äußeren Sternen der Plejaden.

Das Chilam Balam von Chumayel

Die Legenden und Chroniken der gesamtamerikanischen Eingeborenenvölker führen uns zurück in eine Zeit, in der die Autoren der heute so genannten »Geschichte« noch längst nicht existierten. Sie berichten von einer Epoche, in der die wapadz, die Riesenwesen, lebten. Diese Geschichten sind Chroniken, die das Wissen aus jener fernen Zeit bewahrten, als es unseres Wissens nach noch keinerlei Möglichkeit gab, die Zeit zu messen. Dennoch wird in diesen Geschichten vom Gebrauch der Kalender berichtet. Zu welchem Zeitpunkt wurden Kalender also zum ersten Mal auf dem amerikanischen Kontinent benutzt?
Heutzutage sind Bücher für uns nichts Besonderes, aber unter den Eingeborenenvölkern der Vergangenheit wussten nur wenige um das geschriebene Wort. Deshalb stand das geschriebene Wort im Dienst des Heiligen, denn das Wort selbst galt als heilig. Die Maya entwickelten die komplexeste Schriftsprache Amerikas, und man findet ihre Texte in Stein, Stuck, Keramik, Stickereien und in den heiligen Papyrusrollen oder Kodizes. Diese Kodizes waren Aufzeichnungen des geistigen Erbes der uralten Mayameister – heiliges Wissen, das von einer Generation an die nächste weitergegeben wurde und dazu bestimmt war, während der heiligen Zeremonien der Maya verlesen zu werden. Die spanischen Eroberer behaupteten, dass diese Bücher die Lehren des Teufels enthielten und machten es sich zur Aufgabe, diese große Kultur vollkommen spurlos auszurotten. Alle, die solches Wissen besaßen, wurden gejagt und hingerichtet, weil sie angeblich Verbrechen gegen die »wahre Religion« Europas verübt hatten.
Aus diesem Grund vertraute man diese Bücher und das heilige, geheime Wissen, das sie enthielten, gewissen wichtigen Mayafamilien an. Diese sollten sie sicher verwahren und vom Vater auf den Sohn weitervererben. Nur wenige Kodizes überlebten die blutige spanische Inquisition. Man nennt sie heute Dresden-, Madrid-, Grolier- und Paris-Kodex, nach den europäischen Städten, in die die überlebenden Bücher nach der spanischen Eroberung ihren Weg fanden. Abgesehen von diesen Kodizes überlebten noch ein paar Texte, die nach der spanischen Inquisition geschrieben wurden: das Popol Vuh der Quichés und die heiligen Bücher der Chilam Balam, die zu den Maya von Yucatán gehörten.
Das Chilam Balam von Chumayel ist eins von neun Büchern der Chilam Balam, das von dem aus Yucatán stammenden Maya Juan José Hoil in der Sprache der Maya niedergeschrieben wurde. Zur Zeit des Kolonialismus wurde es wahrscheinlich anderen anvertraut, die sich bemühten, verschiedenste uralte Texte zu sammeln, um das geistige Erbe ihrer yucatánischen Vorfahren, der Maya, zu bewahren. Das Wort chilam bedeutet »das, welches Mund ist« beziehungsweise »das, welches prophezeit«. Balam bedeutet »Jaguar« oder »Zauberer« und ist ein Familienname. Chilam Balam bezieht sich also auf eine Person aus der heiligen Oberschicht, auf einen Priester, der wahrscheinlich einige Zeit vor der spanischen Invasion lebte und zu dessen geistigen Begabungen und Fertigkeiten die Weissagung gehörte. Hier kommt die Maya-Auffassung zum Tragen, laut der die Zeit zyklischen Rhythmen unterliegt, weshalb gewisse Eingeweihte Ereignisse voraussehen können. Das Chilam Balam von Chumayel wurde nach dem Schema eines Mayakalenders gestaltet und enthält spezifische Informationen über die uralten Kalender, ihren Gebrauch und ihre Zyklen. Es versteht sich von selbst, dass sich die Leser ein wenig anstrengen müssen, um sich die Weisheit dieser Chronik zu erschließen. Wir wollen sie als Ausgangspunkt für unsere Erörterung der astronomischen Mayakalender benutzen.
Das Chilam Balam von Chumayel sagt: »Dreizehn mal vierhundert Zeiten / und fünfzehn mal vierhundert Zeiten / plus vierhundert Jahre der Jahre / lebten die Itzá als Häretiker.« Wenn wir alle diese Jahre zusammenzählen, dann erhalten wir die folgende Menge: 13 x 400 = 5.200 Jahre, plus 15 x 400 = 6.000 Jahre, plus weitere 400 Jahre. Nach einer Analyse dieser Zahlen kommen wir zu dem Schluss, dass es sich bei dem ersten Datum um 13 Baktun, 4 Ahau und 8 Cumhu handelt, plus 400 Jahre, was insgesamt 11.600 Jahre ergibt.
Nach der Überlieferung der Itzae (von denen nur etwa einhundert Älteste noch die alte Sprache der Itzá-Maya sprechen) war dies der Zeitpunkt, an dem ihre Vorfahren in dem Gebiet eintrafen, das heute die mexikanische Halbinsel Yucatán genannt wird. Weiter sagt das Chilam Balam von Chumayel, dass sie von einem Ort kamen, an dem das Wasser den Quell der Weisheit verschlungen hatte – ein Ort, der in ihrer Sprache Atzantiha hieß (siehe Abbildungen 1.2 und 1.3). Als die Itzae auf diesem Kontinent eintrafen, lebten die Mayavölker nicht auf heilige Weise. Wenn man von den eben erwähnten Jahreszahlen ausgeht, könnte dies durchaus dieselbe Epoche sein, die die Geologen als Ende der amerikanischen Eiszeit angeben. Vielleicht gibt uns diese Mayachronik auch genauere Angaben über die Dauer der Eiszeit: Es dauerte 11.600 Jahre, bis die Vergletscherung endete und das nördliche Eis verschwand. Laut dem Okkultisten James Churchward fragten die Spanier, als sie zum ersten Mal den Fuß auf die Halbinsel Yucatán setzten, die Maya danach, wie lange sie schon in diesem Land gelebt hatten. Als Antwort, berichtet er, nannten diese Leute eine Zeitspanne von ungefähr 11.600 Jahren.
Nach reiflicher Überlegung und Prüfung der Information, die diese Maya-Daten uns vermitteln, kommen wir zu dem Schluss, dass wir nicht mit den Kommentaren konventioneller, allgemein anerkannter »Gelehrter« wie Daniel Garrison Brinton, Joseph T. Goodman und Sylvanus Morley übereinstimmen, die so vehement darauf beharren, es habe in der Frühzeit auf dem amerikanischen Kontinent noch keine Menschen gegeben. Die meisten dieser eurozentrischen Forscher können nicht über ihre eigene Nasenspitze hinaussehen. Sie weigern sich anzuerkennen, wie uralt die mittelamerikanischen Völker sind, um die Vorrangstellung der Menschen aus Europa, Afrika und Asien zu zementieren. Nach diesen Gelehrten gibt es in Amerika nichts, was man aufgrund seines hohen Alters als prähistorisch bezeichnen könnte.
Interessant ist auch, dass die Chroniken der Maya und der Nahua in einer etwas verdeckten Form berichten, es habe vor der Ankunft ihrer Vorfahren in den mittelamerikanischen Gebieten bereits andere Völker dort gegeben – Menschen, die im Gebiet des mexikanischen Veracruz lebten und Olmeken hießen. Sie beherrschten das heutige Yucatán und hinterließen uns zahlreiche wunderschöne Kunstwerke aus Stein und Jade, von denen viele mit dem Jaguar zu tun haben. Als die Maya in der Gegend eintrafen, fanden sie mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit dort die verlassenen Pyramiden dieser früheren Bewohner vor.
Schließlich sollten wir noch die Entdeckung eines frühen mittelamerikanischen Skeletts erwähnen, das 1947 in Zentralmexiko in der Nähe von Mexiko Stadt gefunden wurde. Man nannte das Skelett den Mann von Tepexpán (später stellte er sich jedoch als Frau heraus). Man hat darüber spekuliert, dass dieses Individuum vielleicht von den Pranken eines wütenden Mastodons zerquetscht wurde. Jedenfalls ist allein dieses Skelett ein Beweis dafür, dass Menschen schon in der Frühzeit sowohl im Hochland von Mexiko als auch in Mittel-, Süd- und Nordamerika lebten.

Der Dresden-Kodex

Wenn ein Volk die Fähigkeit besaß, die Phänomene, die die Erde veränderten, mit Hilfe des geschriebenen Wortes festzuhalten, wie im Fall des Dresden-Kodex der Yucatán-Maya, dann muss dieses Volk zwangsläufig das Fachgebiet Astronomie absolut perfekt beherrscht haben. Der Dresden-Kodex gilt als ältestes bekanntes Buch des amerikanischen Kontinents und heißt so, weil er nach der spanischen Eroberung den Weg in die deutsche Stadt Dresden fand. Zweifellos aufgrund des darin enthaltenen astronomischen Wissens ist er eins der wenigen Maya-Manuskripte, die die Europäer als des Studiums würdig erachteten – ein zusammenklappbares Papyrusbuch, das höchstwahrscheinlich die spätere Abschrift eines viel älteren Originals ist. Es enthält komplexe kalendarische Daten, aufgezeichnet im Datumssystem der Maya, darunter mathematische Kalkulationen der Planetenbewegungen. Außerdem wurde darin verzeichnet, welche Planeten durch ihre Abweichungen die große Flut bewirkten und auf welche Weise diese das Leben auf der Erde beeinflusste. Der Qualitätsstandard solcher kalendarischer Aufzeichnungen der Maya war von hoher Perfektion, wie die Beobachtungen und Kalkulationen in diesen heiligen Texte beweisen, und allein das ist schon ein Beleg dafür, wie außergewöhnlich die Mayakultur war (siehe Abbildung 1.4).

Atlantis, Lemurien und die Maya

Nun wollen wir uns den Theorien des Erfinders, Ingenieurs und Okkultisten James Churchward (1851-1936) zuwenden. Dieser meinte, dass in uralter Zeit, vor der Zerstörung der Kontinente, die man heute Atlantis und Lemurien (oder Mu) nennt, die Maya, Nahua, Hopi, Inka, Aymara und andere Völker Verbindung zu den versunkenen Kontinenten hatten und in kulturellem Austausch mit ihnen standen und dass dies zur Verbreitung des heute so genannten Maya-Wissens führte (siehe Abbildung 1.5). Churchward erklärte, dass Mu, der versunkene Kontinent im Pazifik, der Ursprung der Zivilisation war und dass von dort aus zunächst Amerika und dann Atlantis kolonisiert wurde.
Wenn wir Churchwards Weltkarte betrachten, müssen wir bezweifeln, dass die konventionellen Historiker Recht haben mit ihrer Behauptung, dass unsere Eingeborenen-Vorfahren über die Beringstraße und Alaska nach Amerika kamen – und natürlich auch mit ihrer Behauptung, Kolumbus habe Amerika »entdeckt«, oder gar mit ihrer Bezeichnung unseres Kontinents als »neue Welt«. Wenn uns daran liegt, dass die kosmische Unterweisung der Menschheit weiter voranschreitet, müssen wir diese Lügen unbedingt aufdecken.
Ein Auszug aus dem Buch Educadores del mundo (»Lehrer der Welt«) des Maya-Forschers Ignacio Magaloni Duarte berichtet Folgendes:

In dieser Studie werden wir aufgrund der Anwesenheit vieler Maya-Wortstämme in verschiedenen anderen Sprachen aufzeigen, dass die Mayasprache die uralte Muttersprache ist, nach der so viele zeitgenössische Philologen suchen. Wir werden unsere Indizien mit wichtigen historischen Fakten untermauern … Die altägyptischen Historiker sagen übereinstimmend, dass weise Architekten aus Atlantis in ihr Land kamen und die Einheimischen lehrten, wie man Steinblöcke schneidet und große Pyramiden baut.

Und in dem Buch El Egipto de los faraones (»Das Ägypten der Pharaonen«) des Historikers Juan Marin heißt es:

Horus war ein Teil der Abydos-Triade, aus der der perfekte Ausdruck des Dreiecks und die perfekte architektonische Form der Pyramide hervorging. [Horus war der Sohn des Osiris, der auch »der große Atlantis« genannt wurde.] … In den archaischen Heiligtümern des Osiris können wir die seltsame Konfiguration des rätselhaften Osirion betrachten und analysieren, einem vorwiegend unterirdischen, von Kanälen umgebenen Tempel. Die Bevölkerung dieser Insel glaubte, dass das Leben im Wasser entstanden war [Evolution: ein mittelamerikanisches Konzept, dass Jahrtausende lang seinesgleichen suchte]. Daraus ergab sich die symbolische Affirmation, dass Osiris als erster Kolonist aus Atlantis gekommen ist und dass die Weisen dieses anderen Kontinents ihn gesandt hatten, um die Schätze der Wissenschaft und Weisheit auf der ganzen Welt zu bewahren.
Die Geschichte lehrt uns, dass diese Persönlichkeit zur Regierungszeit des Pharao Djoser (2.900 v. Chr.) die sechsstufige Pyramide von Sakkara entwarf und baute und dass er die Ägypter lehrte, Steinblöcke zu schneiden und Pyramiden zu bauen und dass er der eigentliche Vater sämtlicher Initiationstraditionen des Mittleren Ostens und des mittelalterliche Europa war. Man darf die osirianischen Mysterien als Inspiration der orphischen und eleusinischen Mysterien auffassen, die in Argos, Phokis, Arkadien und Mitraikos gefeiert wurden und durch die Perser nach Armenien, Kappadozien, Sizilien und sogar Rom gebracht wurden.

Ägypten und die Maya

Um das hohe Alter der Mayazivilisation und ihrer astronomischen Kalender und die Verbindung zwischen Ägypten und den Maya noch weiter zu zementieren, wollen wir uns nun dem Gebiet der Linguistik zuwenden.
Imhotep war ein ägyptischer Universalgelehrter, der während der dritten Dynastie dem Pharao Djoser als Kanzler und Hohepriester des Sonnengottes Ra diente. Er war Ingenieur, Architekt, Astrologe und Arzt sowie der Schirmherr der Schriftgelehrten. Er personifizierte Weisheit und gründliche Ausbildung und gilt als Architekt der Stufenpyramide von Sakkara in der Stadt Memphis.
Ich würde das Wort Imhotep eher Inhotep schreiben, mit einem n statt einem m. Meine Forschungen ergaben die folgende Maya-Etymologie des Wortes Inhotep: in, das persönliche Fürwort der ersten Person Singular, ich. Die nächste Silbe: ho, Wurzel des Wortes hok’ol, was »erscheinen, auftauchen« bedeutet. Und schließlich die Silbe tep, Wurzel des Wortes tepeu. Dieses Wort wird im Popol Vuh eindeutig erklärt – dort steht, dass Tepeu und Gucumatz (oder Kukulcán) die Schöpfer oder Former der Menschen waren, und zwar mit Hilfe der Macht, die ihnen Hunab K’u, der absolut Eine, verliehen hatte. Um diese Analyse zusammenzufassen: Inhotep bedeutet »Ich erscheine als der Schöpfer«. Für die Ägypter war er einer ihrer Meister, und sie verliehen ihm nach seinem Tod göttlichen Rang. Und nun betrachten Sie die Abbildung 1.6, die die Pyramide des Kukulcán in Mexiko und die Pyramide von Sakkara in Ägypten zeigt. Beachten Sie die auffälligen Ähnlichkeiten beider Bauwerke.
Wie ich in meinem Buch Das geheime Wissen der Maya erwähnte, berichtete Berosus der Chaldäer, der Historiker-Priester von Babylon, wie die Maya in seiner Heimat eintrafen – sie stiegen in Form eines Fisches herab und brachten ihre Kultur mit. Der altägyptische Priester, Historiker und Mathematiker Manetho berichtete, dass die Maya 13.900 Jahre lang in Atlantis lebten. Viele andere Historiker, Priester und Philosophen schrieben den Maya eine wichtige Rolle bei der Einführung der Kultur in ihrem jeweiligen Teil der Welt zu.
Der Forscher Pedro Guirao fügt in seinem Buch Mu, ¿Paraiso perdido? (»Mu, verlorenes Paradies?«) noch einiges zu den Forschungsergebnissen hinzu, die das hohe Alter der Mayazivilisation und ihre Verbindung mit Ägypten bestätigen:

Sowohl Augusto Le Plongeon in seinem Buch La Reina Moo y la Esfinge Egipcia (»Königin Moo und die ägyptische Sphinx«), das 1900 in New York herauskam, als auch James Churchward behaupten, dass Königin Moo, die letzte Herrscherin der Can-Dynastie, die Mayasiedlung in Ägypten in der Nähe des Nils besuchte, und zwar im ersten Jahrhundert ihrer Existenz. Dies trug sich vor etwa 16.000 Jahren zu. Beide Autoren teilen uns außerdem mit, dass die Sphinx das Ebenbild der Königin Moo ist und zur Erinnerung an diesen wichtigen Besuch gebaut wurde.

Die kosmische, solare Erinnerung der Maya

Heute haben wir vergessen, wie man sich erinnert, und zwar in Folge der vielen falschen Erziehungsmethoden, die man uns Menschen jahrtausendelang während der verschiedenen Formen des Kolonialismus aufgezwungen hat. Als Maya erinnere ich mich jedoch mit Hilfe meines kosmischen Denkens. Und auch Sie, geneigte Leser, können lernen, sich mit Hilfe Ihres kosmischen Denkens zu erinnern, denn auch Sie sind kosmische Wesen.
In einem längst vergangenen Weltzeitalter, bevor die Maya in das heilige Land kamen, in dem wir heute leben, hielten sie sich in vielen Ländern auf, die man physisch nicht mehr sehen kann, weil sie sich nun unter den Wellen des Meeres befinden. Sie reisten an viele Orte, genau wie viele andere Eingeborenenvölker – zum Beispiel die Hopi, die das Gebiet der heute so genannten Vereinigten Staaten zu einer Zeit besiedelten, in der ein Großteil dieses Landes noch unter Wasser war. In einer sehr weit zurückliegenden Zeit lebten die Maya in hohen Berggebieten, wo es viel Eis gab, und auch in Wüstenhochländern, die sich später verwandelten – manche in größere Landmassen, andere in kleine Inseln.
Die Maya können sich noch an den Kontinent Lemurien erinnern – oder Lemulia, wie er in der Mayasprache heißt: ein Ort, an dem ihre kosmische Religion verstanden und ausgeübt wurde. Viele verschiedene Völker erbten die heiligen Symbole von Lemulia, die die Zusammenfassung aller Weisheit repräsentierten. Eins dieser Symbole ist heute als der Davidstern der Hebräer bekannt.
Die alten Itzae, wie man die Vorväter unserer Tradition nannte, erinnerten sich auch an die Zeit, als wir auf dem Kontinent Atlantis lebten – oder Atlantiha in der Mayasprache. Jahrtausendelang lebten wir in diesem Land, in das unsere heiligen religiösen Symbole eingebettet waren. Diejenigen, die in den vielen dortigen Gemeinschaften lebten, verstanden das kosmische Wissen, das dort eingebettet war, und es entstanden noch weitere heilige Symbole, die ein Teil der universellen Weisheit waren und zur kosmischen Unterweisung dieses Volkes gehörten. Wenn ihre Kalender ihnen enthüllten, dass ein Zyklus seinem Ende zuging, dann wanderten viele ihrer Gemeinschaften an andere Orte, die magnetische Kraft besaßen, und sie nahmen ihr spirituelles und wissenschaftliches Wissen mit in die neuen Länder. So wurden die heiligen Lehren des Kosmos in vielen magnetischen Zentren auf der ganzen Welt deponiert: Chan Chan (Peru), Huete (Spanien), Tulle (Frankreich), Hu-nan (China), Bethlehem (Israel), Tih (Ägypten), Mississippi (Vereinigte Staaten), Humac (Brasilien), Nagasaki (Japan), Mul (England), Maya (Russland) und Naga (Indien), um nur einige zu nennen. Alle diese Ortsnamen stammen aus der Sprache der Maya.
Um das große Gesetz des Hunab K’u zu verstehen, besuchten meine Vorfahren, die alten Maya, alle diese Orte. Sie reisten zu sämtlichen Kardinalpunkten, nach Norden, Süden, Osten und Westen. Als sie in der Provinz Schensi eintrafen, wurde dort eine Gruppe von Pyramiden gebaut, eine davon 300 Meter hoch. Als sie in Tibet waren, wurde die große weiße Pyramide am Rand der Himalaja-Bergkette gebaut. Im Dschungel von Kambodscha wurde Angkor gebaut. Alle diese Pyramidentempel, ebenso wie die in Ägypten und anderswo, wurden gebaut, als die Menschen noch im Licht des kosmischen Wissens lebten.
Den großen Kontinent namens Amerika kannten die Itzae laut unserer Überlieferung als Tamaunchan. Und so erhob sich Tamaunchan als eine Weiterführung der kosmischen Unterweisung des Volkes. Diejenigen, die hierher kamen, brachten das Wissen um Atlantiha mit, aber im neuen Land Tamaunchan entwickelten sie gemeinsam mit den Bewohnern dieser neuen Länder, die man später Maya nannte, noch weiteres spirituelles Wissen. So erbten die Maya das Wissen von Atlantihas und entwickelten zusätzliche kosmische Weisheit. Und mit ihrer heiligen Sprache erschufen sie das Mayawort Hunab K’u, das für sie das große Konzept von der Erschaffung des Universums bedeutete. (...)

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Großer Artikel in NEWS AGE über das wichtige neue Buch des Maya-Priesters Hunbatz Men

Über den Autor:

Hunbatz Men

Geboren in Wenkal, Yucatán, einem Maya-Dorf in der Nähe von Chichén Itzá, wurde Hunbatz Men bereits seit seinem ersten Lebensjahr zum Schamanen und heiligen Mann ausgebildet.

Er bekam seine Kenntnisse im Geheimen in zwölfter Generation übermittelt und ist heute ein geachteter Zeremonienleiter und Tageshüter der Maya, eine Autorität in Bezug auf Geschichte, Chronologie, Kalenderwesen und kosmisches Wissen.

Seit Jahrzehnten bereist Hunbatz Men die ganze Welt, um native Angelegenheiten zu unterstützen und Veranstaltungen abzuhalten, in denen er die Mathematik, Astrologie und Philosophie der Maya weitergibt und über ihre Zeremonien und soziale Organisation spricht.

In vielen Ländern gründete er Maya Mystery Schools, die durch seine Schüler vertreten werden, und er ist Leiter des ebenfalls von ihm gegründeten Maya Ceremonial, Cultural & Educational Center in Lol Be sowie der Cosmic Initiatic University of Yok’hah Maya in Mérida, Yucatán.

Ferner ist Hunbatz Men Mitglied des Ältestenrates der Maya Itzá in Mexiko und des Council of World Elders in Deutschland, dem auch Masaru Emoto, Galsan Tschinag und die deutsche Schamanin Karin Tag angehören.

In mehreren Büchern und Broschüren erläuterte er den Wissensstand der Maya mit Blick auf das neue Jahrtausend.

Sein ganzes Leben ist der Wiederbelebung der Weisheit und Kultur der alten Maya gewidmet, und seine visionären und zukunftsorientierten Lehren finden weltweit Anerkennung.



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