John Lerma

Ins Licht

Besuche von Engeln, Visionen vom Leben danach und andere Erlebnisse vor dem ├ťbergang

AMRA Verlag, 224 Seiten, gebunden, wei├čes Leseband

ISBN: 978-3-939373-23-0

19,95 ÔéČ

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Was sehen Menschen, bevor sie sterben?

Die Berichte in diesem Buch stammen von Hospiz-Patienten während ihrer letzten Stunden, bevor sie ihre größte und heiligste Reise antraten.

»In meinem Innersten bin ich ein Wissenschaftler, und es fiel mir nicht leicht, die Idee von Engeln und nicht-physischen Wesenheiten zu akzeptieren. Ich glaubte, die Wissenschaft hätte noch nicht genug getan, um das Leben genauer zu definieren, daher stand ich der scheinbar großen Anzahl übernatürlicher Begebenheiten, die dem Tod vorausgingen, sehr skeptisch gegenüber. Wenn irgend möglich, fand ich eine rationale Erklärung und schrieb die Visionen der Patienten ihrer fortgeschrittenen Erkrankung, Medikationen oder einem totalen Abschalten der Körpersysteme zu. Dennoch begannen sowohl die Ähnlichkeit und schiere Vielzahl der Geschichten als auch diverse unerklärliche Phänomene immer stärker auf etwas anderes hinzudeuten.«

Dannion Brinkley, Autor von Geborgen im Licht: »Ich hatte selbst drei Nahtoderfahrungen und kann dieses Buch nur allen empfehlen, die sich fragen, ob es ein Leben nach dem Tod gibt.«

Meg Blackburn Losey, Autorin von The Children of Now: »Mit äußerster Feinfühligkeit zeigt Dr. John Lerma, dass der Tod nicht das Ende ist, sondern die Wiedervereinigung mit unserer wahren Natur.«

Leseprobe

INHALT

Vorwort
Einf├╝hrung: Die letzten Tage des Lebens

1 Verhandeln mit den Engeln
2 Das L├Ącheln
3 Eine innere Umkehr
4 Der Tr├Ąumer
5 Engelfedern
6 Tiefe Reue
7 Die engelsgleiche Krankenschwester
8 Father Mike
9 Der Himmel in Zimmer 212
10 MiMi und die Best├Ątigung
11 Erl├Âsung
12 Der Anruf
13 Der Kreis schlie├čt sich
14 Der wahrhaft Gl├Ąubige
15 Glaubenspr├╝fung
16 Der h├Âchste Akt der Liebe

Schlussfolgerung

Anhang
Beweise f├╝r Vor-Tod-Visionen des Lebens danach
Literaturhinweise
├ťber den Autor


VORWORT

Ich werde oft als Mensch mit gro├čer Energie beschrieben, und die meisten Leute wollen wissen, warum ich mich auf Hospiz- und Palliativmedizin spezialisiert habe. Selbst meine Familie konnte es sich zun├Ąchst nicht erkl├Ąren. Sie meinten: ┬╗Du verbringst deine ganze Zeit damit zu lernen, wie du Menschen heilen kannst, und jetzt willst du ihnen helfen zu sterben?┬ź Oder: ┬╗Warum willst du so viel Zeit mit Menschen verbringen, die im Sterben liegen, ist das nicht deprimierend?┬ź Manche Leute scheinen zu denken, dass Hospiz-├ärzte immer ernst und mit leiser Stimme reden sollten, doch die Sterbenden wollen das gar nicht. Sie wollen genauso behandelt werden wie alle anderen, denn sie sind genauso wie alle anderen. Sie wollen mit uns scherzen, lachen und lustige Dinge tun, die ihnen Spa├č machen und sie am Leben teilhaben lassen. Todkranke sehnen sich nach diesem unbeschwerten Verhalten, w├Ąhrend sie endlich die Bedeutung von Leben und Tod begreifen und verstehen, dass diese Phase des Lebens gew├╝rdigt und gefeiert werden sollte als der Beginn einer Ehrfurcht gebietenden Reise ÔÇô einer Reise, die uns zur├╝ck in die Arme unseres liebenden Sch├Âpfers f├╝hrt.
W├Ąhrend meines Studiums und als Assistenzarzt im Krankenhaus bekam ich im vollen Umfang die Anf├Ąnge der AIDS-Epidemie mit, und es war furchtbar. Die Aussichten f├╝r die Infizierten waren mehr als finster. W├Ąhrend dieser Zeit gewann ich gro├čen Respekt vor dem Tod, und ich wollte diesen Seelen so gern helfen, auf eine gute, freudige Art mit ihrem Leben abzuschlie├čen, anstatt nur zu versuchen, ihnen beim ├ťberleben beizustehen. Manchmal war es entsetzlich, Patienten wiederzubeleben, von denen ich wusste, dass sie sterben wollten, die jedoch nicht mehr in der Lage waren, ihre W├╝nsche zum Ausdruck zu bringen. Ich wusste, es musste einen besseren Weg geben, mit der Aussichtslosigkeit dieser Krankheit umzugehen, denn die Patienten um jeden Preis am Leben zu halten und sie zu zwingen, gro├če Schmerzen auszuhalten, nur um das Unausweichliche hinauszuz├Âgern, war unmenschlich. Wem versuchten wir schlie├člich zu dienen: uns selbst oder den Patienten?
Nach ein paar Monaten wurde ich Zeuge eines erstaunlichen Ereignisses, das nicht nur meine sp├Ątere Spezialisierung auf Hospiz- und Palliativmedizin ausl├Âste, sondern mir letzten Endes die Antwort bez├╝glich der Sinnlosigkeit medizinischer Versorgung bei todkranken Patienten enth├╝llte. Ich arbeitete damals als Assistenzarzt in einem Krankenhaus in San Antonio, Texas, als in einer Vollmondnacht nach einem t├Âdlichen Autounfall f├╝nf Patienten in unsere Notaufnahme eingeliefert wurden. Die Opfer wurden den verschiedenen ├ärzten zugeteilt, und die erfahrensten Mediziner behandelten die j├╝ngsten Patienten mit den besten ├ťberlebenschancen. Als Assistenzarzt musste ich mich um Patienten mit kleineren Verletzungen oder mit den geringsten ├ťberlebenschancen k├╝mmern.
In diesem Moment brachten die Samariter Ricardo herein, einen 82-j├Ąhrigen Mann, der beim Abendessen in seiner Wohnung zusammengebrochen war. Er wurde in den Trauma-Bereich gerollt, wo ich sofort mit Herz-Lungen-Reanimation begann. Nach dem ersten Schock kehrte der normale Herzrhythmus zur├╝ck. Ricardo erhob sich langsam, murmelte etwas von ┬╗das Licht┬ź und dass er au├čerhalb seines K├Ârpers war. W├Ąhrend ich damit besch├Ąftigt war, seinen Herzrhythmus zu stabilisieren, wiederholte er immer wieder den Satz: ┬╗Es f├╝hlte sich an wie eine Fahrt auf der Achterbahn; es f├╝hlte sich an wie auf der Achterbahn.┬ź Wieder vollkommen wach, war er in der Lage, seine Symptome zu beschrieben, unter anderem Schmerzen in der Brust. Ich versicherte ihm, dass er Schmerzmittel erhalten hatte, und sagte ihm, er solle sich keine Sorgen machen. Um ihn wach zu halten, bat ich ihn, mir mehr von der Achterbahnfahrt zu erz├Ąhlen. Ricardo erwiderte: ┬╗Ich wei├č nicht, was passiert ist, au├čer dass ich ├╝ber meinem K├Ârper schwebte und Engel mir Dinge zu zeigen begannen, die ich in meinem Leben getan hatte.┬ź Er schaute mich an und sagte mit einem gl├╝ckseligen L├Ącheln: ┬╗Es war so sch├Ân. Gott und die Engel sagten mir, dass ich meinen Zustand ├╝berleben w├╝rde.┬ź Unmittelbar nach diesem kurzen Gespr├Ąch setzte erneut Herzstillstand ein. Ich versuchte es sofort wieder mit einem Elektroschock, doch ohne Erfolg. Erst als ich ihm Epinephrin direkt ins Herz injizierte, begann es wieder zu schlagen. Er wurde sofort in die Herzabteilung gebracht, wo ihm die Kardiologen mehrere intraven├Âse Mittel gegen Herzrhythmusst├Ârungen verabreichten in dem Versuch, Herzschlag und Rhythmus zu stabilisieren. Ricardo hatte eine massive Herzattacke erlitten, die positiv auf diese Medikamente, Blutverd├╝nner und Gef├Ą├čmittel reagierte.
W├Ąhrend ich meine Runde bei den Patienten machte, die ich am Abend zuvor aufgenommen hatte, sah ich Ricardo, wie er mir zuwinkte und signalisierte, ich m├Âge zuerst zu ihm kommen. Ich konnte nicht glauben, dass dieser Mann bei Bewusstsein war, ganz zu schweigen davon, dass er ├╝berhaupt noch lebte. Mit einem strahlenden L├Ącheln, das sein ganzes Gesicht zum Leuchten brachte, sagte er: ┬╗Danke, dass Sie mir geholfen haben.┬ź Ich erw├Ąhnte, dass ich ├╝ber seine erstaunliche Genesung ganz begeistert sei, worauf er meinte: ┬╗Das verdanke ich alles Gott. Dr. Lerma, erinnern Sie sich an unser Gespr├Ąch ├╝ber dass Licht und dass ich ├╝ber meinem K├Ârper schwebte?┬ź
┬╗Nat├╝rlich erinnere ich mich daran┬ź, erwiderte ich.
Ricardo fuhr fort: ┬╗Nun, mir ist viel klar geworden in diesen Momenten. Ich denke, man kann sagen, dass ich mit den Engeln und Gott verhandelt habe, um unerledigte Dinge mit meiner Familie zu kl├Ąren. Denn wissen Sie, Dr. Lerma, ich habe meine Freunde und Familie schlecht behandelt, und Gott hat mir Gelegenheit gegeben, die Situation mit meiner Frau wieder gut zu machen.┬ź Fasziniert von seinen Worten fielen mir Nahtod-Geschichten ein, ├╝ber die ich andere ├ärzte hatte diskutieren h├Âren, die sich fragten, ob diese Erlebnisse der Wahrheit entsprachen oder einfach nur die Reaktion des Gehirns auf pl├Âtzliche chemische und gas├Ąhnliche Ver├Ąnderungen waren. In Ricardos Fall war ich sicher, dass etwas Unerkl├Ąrliches geschehen war, doch wie sollte man das beweisen? Total fasziniert setzte ich mein Gespr├Ąch mit Ricardo fort in der Hoffnung, er w├╝rde etwas sagen, das sein Erlebnis unter Beweis stellte.
┬╗Dr. Lerma, ich brauche Ihre Hilfe. Ich wei├č, dass Sie Zweifel an meiner Geschichte haben, und in gewisser Weise geht es mir nicht anders. Das ist der Grund, warum ich eine Best├Ątigung brauche, ob dieses spirituelle Erlebnis real war oder nicht.┬ź Bevor ich fragen konnte, auf welche Weise diese Best├Ątigung erfolgen konnte, sagte er: ┬╗Als ich aus meinem K├Ârper heraus war und ├╝ber der Trauma-Station schwebte, sah ich eine 25-Cent-M├╝nze von 1985, die rechts von dem zweieinhalb Meter hohen Herzmonitor auf dem Boden lag. Sie lag mitten auf dem Boden, so als h├Ątte sie jemand genau aus dem Grund dahin gelegt, damit ich sie sehe. Dr. Lerma, k├Ânnten Sie bitte f├╝r mich nachschauen? Es w├╝rde mir sehr viel bedeuten.┬ź
Ich war neugierig und skeptisch genug, seiner Bitte zu folgen, und begab mich mit einer Leiter in die Notaufnahme. Ich stieg auf die Leiter, w├Ąhrend die Krankenschwestern mir zusahen. Auch sie waren neugierig und wollten wissen, ob ein Patient wirklich in der Lage gewesen war, etwas zu sehen, als wir ihn ins Leben zur├╝ckholten. ├ähnliche Geschichten h├Ârten wir st├Ąndig, doch gab es normalerweise keine M├Âglichkeit zu beweisen, ob die Betreffenden sich das nicht nur eingebildet hatten. Zu unserem ma├člosen Erstaunen lag die M├╝nze tats├Ąchlich genau da, wo der alte Mann sie gesehen hatte, und sogar das Jahr stimmte: 1985. Es schien keinen Zweifel zu geben, dass die einzige M├Âglichkeit, wie er hatte wissen k├Ânnen, dass die M├╝nze dort lag, entweder darin bestand, dass er sie selbst dahin gelegt hatte ÔÇô oder dass er sie gesehen hatte, als er nahe der Decke ├╝ber seinem K├Ârper schwebte, so wie er es beschrieb. Immer noch skeptisch ├╝berlegte ich, wie er sie dahin gelegt haben k├Ânnte, und pr├╝fte einige der Details. Aber unter normalen Umst├Ąnden h├Ątte er unm├Âglich von der M├╝nze wissen k├Ânnen. Seit Jahren hatte er keine Leiter mehr erklimmen k├Ânnen, und er war bestimmt kein Fassadenkletterer gewesen. Ich konnte auch keine Verbindung zwischen ihm und jemandem finden, der am Ausbau der neuen Trauma-R├Ąume beteiligt gewesen war. Handelte es sich bei der Erz├Ąhlung des Patienten also um einen Beweis, dass wir auch jenseits unseres K├Ârpers existieren? Zumindest weckte es mein Interesse am Vorgang des Sterbens, was mich schlie├člich veranlasste, mich in einem Bereich zu spezialisieren, in dem Geschichten wie diese die Regel und nicht die Ausnahme waren.
Dieses Buch handelt von ganz normalen Menschen in au├čergew├Âhnlichen Situationen, die selbstlos ihre letzten Tage mit mir geteilt haben, weil sie wussten, dass ihre Geschichten all jenen Trost und Frieden bringen w├╝rden, die schon von einem allliebenden und gerechten Gott geh├Ârt oder ihn selbst erfahren haben. Es sind die von Herzen kommenden Berichte einer Neunj├Ąhrigen, eines M├Ârders, einer Drogenabh├Ąngigen, eines katholischen Priesters, eines Atheisten und eines deutschen Nazi ├╝ber die Liebe Gottes, und diese Berichte sind nicht nur faszinierend, sondern auch heilsam, und sie spenden Kraft. Sie alle sprechen von dem Einen Gott, der mit bedingungsloser Liebe erschafft und uns immer wieder daran erinnert, dass alles auf unserem Planeten eine Aufgabe hat und derselben Ganzheit entspringt ÔÇô einer Ganzheit, die stets zur rechten Zeit universale Liebe und ewigen Frieden herbeif├╝hrt.
Einer der Patienten enth├╝llt in seiner Geschichte, wie bedingungslose Liebe und willk├╝rliche Akte der Freundlichkeit die Schwingung der ganzen Menschheit erh├Âhen und das spirituelle Wachstum unseres Planeten und des Universums anhebt. Ein anderer Patient erkl├Ąrt, dass in Zukunft dank der Vereinigung von Wissenschaft und Spiritualit├Ąt viele Entdeckungen gemacht werden, einschlie├člich einer Proteinsequenz in der DNA, die ÔÇô wenn aktiviert ÔÇô unsere Entwicklung beschleunigen und daf├╝r sorgen wird, dass wir schneller zu friedlichen Wesen werden. Viele der Visionen und Botschaften sprechen ausf├╝hrlich ├╝ber die Notwendigkeit von Selbstliebe und Selbstvergebung, um eine liebevolle irdische Beziehung und potenziell eine friedvolle R├╝ckkehr zu Gott zu erm├Âglichen. Einige der Personen in diesem Buch hatten einen friedlichen ├ťbergang, anderen fiel er schwerer, doch allen war der Wunsch gemeinsam, weitere Einsichten in die geheimnisvolle Beziehung zwischen Leben und Tod zu bieten.
Als ich begann, diese Geschichten und meine pers├Ânlichen Forschungen bez├╝glich der G├╝ltigkeit von Vor-Tod-Visionen zu ver├Âffentlichen, sah ich mich der Kritik und sogar Ermittlungen seitens des medizinischen Establishments ausgesetzt. Aber ich konnte mich dem Impuls nicht widersetzen, meine Forschungen weiterzuf├╝hren und die au├čergew├Âhnlichen Geschichten von Trost und Mitgef├╝hl aufzuschreiben, deren ich Zeuge geworden war. Ich wusste, dass ich damit meine Karriere gef├Ąhrdete, glaubte jedoch fest daran, dass die Botschaften, die diese Geschichten vermittelten, den Patienten und auch ihren Familien viel von ihrem spirituellen, emotionalen und zwischenmenschlichem Schmerz nehmen konnten. Die Resultate waren einfach erstaunlich, und so habe ich mein Forschungsprojekt ├╝ber Vor-Tod-Erlebnisse [Pre-Death Experiences ÔÇô PDEs] fortgesetzt. Als Ins Licht entstand, hatte ich bereits mit mehr als zweitausend todkranken Patienten gesprochen und mehr als f├╝nfhundert Vor-Tod-Erlebnisse aufgezeichnet.
In meinem Innersten bin ich ein Wissenschaftler, und es fiel mir nicht leicht, die Idee von Engeln und nicht-physischen Wesenheiten zu akzeptieren. Ich glaubte, die Wissenschaft h├Ątte noch nicht genug getan, um das Leben genauer zu definieren, daher stand ich der scheinbar gro├čen Anzahl ├╝bernat├╝rlicher Begebenheiten, die dem Tod vorausgingen, sehr skeptisch gegen├╝ber. Wenn irgend m├Âglich, fand ich eine rationale Erkl├Ąrung und schrieb die Visionen der Patienten ihrer fortgeschrittenen Erkrankung, Medikationen oder einem totalen Abschalten der K├Ârpersysteme zu. Dennoch begannen sowohl die ├ähnlichkeit und schiere Vielzahl der Geschichten als auch diverse unerkl├Ąrliche Ph├Ąnomene immer st├Ąrker auf etwas anderes hinzudeuten. Ich mache nicht den Versuch zu definieren, was dieses ┬╗andere┬ź ist, sondern gebe einfach die faszinierenden Berichte todkranker Patienten wieder, die meiner ├Ąrztlichen F├╝rsorge anvertraut waren.
Die religi├Âsen Aspekte der Geschichten haben mit den einzelnen Individuen zu tun und spiegeln nicht notwendigerweise meine eigenen Glaubenss├Ątze wider, denn ich betrachte das Ganze nach wie vor vom Standpunkt wissenschaftlicher Observation und Skeptik, wobei ich weiterhin alle Erkl├Ąrungsm├Âglichkeiten in Betracht ziehe. Aus ehrlichem Mitgef├╝hl pr├Ąsentiere ich diese von Herzen kommenden und spirituellen Erfahrungen hier jedoch als Inspiration und Ermutigung f├╝r die Sterbenden und die ├ťberlebenden, und das schlie├čt uns alle ein. Meine Absicht ist es, anzubieten, was ich bei den zahllosen liebevollen Patienten beobachtet und gelernt habe, die zu tr├Âsten und zu begleiten ich die Ehre hatte: die Pr├Ąsenz der Hoffnung, Erl├Âsung und bedingungslosen Liebe, die am Ende unserer irdischen Reise auf uns warten. Es ist meine Hoffnung, dass das medizinische Establishment diese Informationen annehmen und ein neues Verst├Ąndnis des Sterbevorganges gewinnen wird, damit sie den spirituellen Bed├╝rfnissen ihrer Patienten besser gerecht werden k├Ânnen, wenn sie diese Welt verlassen.
Die Berichte in diesem Buch stammen von Hospiz-Patienten w├Ąhrend ihrer letzten Stunden oder Tage, bevor sie ihre letzte und heiligste Reise antreten. (Bitte beachten Sie, dass ich auf den folgenden Seiten zwar Anf├╝hrungsstriche verwende, um die Gespr├Ąche zwischen meinen Patienten, ihren Familien und mir anzuzeigen, dass diese Zitate aber in Wahrheit eine Mischung verschiedener Aufzeichnungen sind, die ich teils w├Ąhrend der Gespr├Ąche mit Patienten gemacht und teils aus der Erinnerung wiedergegeben habe.) Die meisten dieser Geschichten haben mit der geheimnisvollen Ebene von Visionen, Synchronizit├Ąten, Prophezeiungen und dem Quantenfeld unendlicher M├Âglichkeiten zu tun. Aufgrund der ungew├Âhnlich pers├Ânlichen Natur der Berichte habe ich Namen und individuelle Details ge├Ąndert. Ich hoffe, Sie werden erbaut sein von den faszinierenden Botschaften der Engel und sich an ihnen erfreuen.


EINLEITUNG: DIE LETZTEN TAGE DES LEBENS

In den letzten Tagen des Lebens ziehen sich die Todkranken in sich selbst zur├╝ck, um sich darauf vorzubereiten, ihre Seele freizulassen. Sie neigen dazu, Ereignisse aus der weit zur├╝ckliegenden Vergangenheit mit unterschiedlichen Gef├╝hlen wiederzuerleben und brauchen oft Hilfe, um mit diesen Ereignissen abschlie├čen zu k├Ânnen. Das ist wichtig, damit die Seele zum richtigen Zeitpunkt losgelassen werden kann. W├Ąhrend dieser Zeit kann es geschehen, dass der Patient angestrengt in die Ecken des Zimmers starrt oder kurze Gespr├Ąche mit den unsichtbaren Seelen verstorbener Familienmitglieder oder strahlend leuchtenden engelsgleichen Wesen f├╝hrt. Diese Geistwesen sind es, die Trost und Frieden bringen und dem Patienten helfen, unerledigte emotionale, zwischenmenschliche und spirituelle Themen zu kl├Ąren, mit dem letztlichen Ziel eines friedlichen ├ťbergangs in das jenseitige Leben. Man kann sich schnell zu voreiligen Urteilen hinrei├čen lassen und offen ├╝ber das halluzinatorische und verwirrte Verhalten des Patienten reden, ohne dabei zu erkennen, dass diese negativen ├äu├čerungen den Patienten davon abhalten, frei ├╝ber seine spirituellen Erlebnisse zu sprechen (was ironischerweise nur dazu f├╝hrt, dass sein Leiden unn├Âtig verl├Ąngert wird.) Um seinen Frieden zu erm├Âglichen, sollten Familienmitglieder oder Freunde versuchen, eine sichere und liebevolle Umgebung zu schaffen, frei von Kritik. Das erlaubt es dem Patienten, sowohl seine tr├Âstenden Visionen als auch erl├Âsende Erlebnisse zu beschreiben, was potenziell die Befreiung von ihrem emotionalen, zwischenmenschlichen und spirituellen Schmerz bedeutet.
Selbst wenn der Patient zu Hause ist, dr├╝ckt er den starken Wunsch aus, ┬╗nach Hause┬ź zu gehen. Vielleicht beginnt er oder sie davon zu reden, einen ┬╗Zug kriegen┬ź zu m├╝ssen, oder den Bus, oder nach Hause fliegen zu m├╝ssen. Diese ├äu├čerungen sind Metaphern f├╝r die letzte und heiligste Reise in den Himmel. Vielleicht streckt der Patient auch seine Arme nach oben aus, als w├╝rde er versuchen, das Ungreifbare zu ergreifen. Viele Patienten beschreiben dieses Greifen als einen Versuch, die H├Ąnde ihrer verstorbenen Lieben zu erreichen oder die ┬╗Fl├╝gel eines Engels┬ź zu streicheln. An diesem Punkt fordern die Geistwesen den Patienten auf, zu ihnen zu kommen und ins Licht zu gehen.
Wenn es Abend wird, kommt das Delirium. Der Patient mag anfangen, an seiner Kleidung zu zerren in dem Versuch, sich auszuziehen, oder er rei├čt Bettlaken oder intraven├Âse Kabel oder Katheter heraus. Dieses Verhalten ist als Delirium bekannt und wird von vielen verschiedenen Faktoren hervorgerufen, einschlie├člich ÔÇô jedoch nicht begrenzt auf ÔÇô Schmerzen, der Unf├Ąhigkeit, die Blase total zu entleeren, Verstopfung, Dehydration, Leber- und Nierenversagen, geringem Sauerstoffgehalt im Blut und schlie├člich dem Fortschreiten des Krankheitsverlaufes. Zu den Behandlungsmethoden geh├Âren unter anderem Opiate wie beispielsweise Morphium gegen Schmerzen und Erstickungsgef├╝hle, ein Katheter f├╝r das Absaugen zur├╝ckgehaltenen Urins, Laxative gegen Verstopfung, intraven├Âse oder subkutane Fl├╝ssigkeiten gegen Dehydration, die Zuf├╝hrung von Sauerstoff durch eine Nasenkan├╝le oder Maske und Beruhigungsmittel wie Haloperidol, Chlorpromazin oder ÔÇô weniger h├Ąufig ÔÇô Lorazepam, um schnelle und lang anhaltende Erleichterung zu bringen.
Zu diesem Zeitpunkt sind in der Regel Opiate und Sedative n├Âtig, deren wichtigste Nebenwirkung Ruhigstellung ist, um den Patienten zu beschwichtigen und die Familie zu sch├╝tzen. Das Gleichgewicht zwischen Schmerzerleichterung und dem Aufrechterhalten kognitiven Bewusstseins w├Ąhrend der letzten Tage des Lebens wird dramatisch abnehmen, ist jedoch notwendig. Die exponentiell zunehmende Toxizit├Ąt des K├Ârpers w├Ąhrend der letzten Tage oder Stunden des Lebens wird zus├Ątzlich die F├Ąhigkeit des Patienten beeintr├Ąchtigen, wach zu bleiben. Man sollte nicht vergessen, dass dies der Weg des K├Ârpers ist, das Bewusstsein des Patienten vom Sterben abzulenken, um ihn vor den traumatischen Auswirkungen dieses Vorgangs zu sch├╝tzen. Familie und Freunde w├╝rden ihre Lieben meistens gern w├Ąhrend des ganzen Prozesses wach sehen, doch Tatsache ist, dass dies f├╝r den Patienten zu qu├Ąlend w├Ąre.
Es ist zwingend notwendig, dass Familie und Freunde dem Patienten erlauben, w├Ąhrend der letzten Phase des Sterbens so oft und viel zu schlafen, wie er m├Âchte. In dem Wissen, dass der H├Ârnerv den ├Ątzenden Prozess des Sterbens meistens am l├Ąngsten ├╝berlebt, werden Familie und Freunde und vor allem der Patient feststellen, dass leichtes B├╝rsten seiner Haare, das Befeuchten seiner trockenen Lippen und des ausgetrockneten Mundes und leise verbale Beruhigungen und auch, dass alle Familienmitglieder und Freunde in Liebe und Gebet vereint sind, ihm oder ihr ein Gef├╝hl von Erf├╝llung und Frieden geben. Die kontinuierliche Aufmunterung, sowohl Gottes Engeln zu folgen als auch den verstorbenen Liebsten des Patienten, wird f├╝r einen friedlichen ├ťbergang in die himmlische Ebene sorgen.
Bei nachlassendem Bewusstsein, Verstopfung der Lungen, kaum mehr f├╝hlbarem Pulsschlag und zyanotischen Extremit├Ąten kann man mit gro├čer Sicherheit davon ausgehen, dass der Tod nur noch wenige Stunden entfernt ist. W├Ąhrend dieser Zeit hat der Patient in der Regel seelischen, k├Ârperlichen und geistigen Frieden erlangt und f├╝hlt sich jetzt heiter und ekstatisch. Innerhalb von Minuten nach dem Verlassen dieser Welt kann man zuweilen eine letzte Tr├Ąne oder ein L├Ącheln auf dem Gesicht des Verstorbenen sehen. Diese letzte Tr├Ąne wird oft Epihora genannt. Familie und Freunde, die intensiv daran beteiligt waren, dem Patienten seinen allumfassenden k├Ârperlichen Schmerz zu erleichtern, werden dann von einem wundervollen Gef├╝hl des Trostes erf├╝llt, dass ihr lieber Verstorbener auf den Fl├╝geln der Engel in Gottes himmlisches K├Ânigreich getragen wurde. (...)

Über den Autor:

John Lerma

Nach seinem Studium der Pharmazie an der University of Texas in Austin begann Dr. John Lerma ein Medizinstudium an der University of Texas in San Antonio und schloss seine Ausbildung als Internist ab. Im Laufe der nächsten fünfzehn Jahre spezialisierte er sich auf den Bereich der Hospiz- und Palliativmedizin.

Seine Amtszeit als unabhängiger medizinischer Leiter des international renommierten Medical Center Hospice of Houston, Texas, während der er weithin bekannt wurde für seine mitfühlende und liebevolle Fürsorge zahlloser sterbender Patienten, machte ihn zum Berater für mehrere Hospize und Palliative Abteilungen in Houston und San Antonio.

Da sich die Hospizabteilung im Herzen des größten medizinischen Zentrums der Welt befindet, arbeitete Dr. Lerma auch eng mit dem MD Anderson Hospital zusammen, dem weltweit führenden Krebsinstitut für Forschung und Unterricht.

Als Arzt am Medical Center in Houston begann er außerdem, Medizinstudenten und Assistenzärzte sowie Geriatrie-, Krebs- und Palliativspezialisten aus mehreren Institutionen in Hospiz- und palliativer Medizin auszubilden.

Als internationaler Redner ist er vor allem für seinen wichtigsten Vortrag, »Pre-Death Experiences: A Hospice Physician’s Perspective on Spirituality and the Terminally Ill«, bekannt. Dr. Lerma ist häufig zu Gast in amerikanischen und internationalen Medien.

Seit einiger Zeit baut er eine gemeinnützige Organisation mit dem Namen Hearts Without Borders auf, die das Hospiz-Konzept in mehrere mexikanische und südamerikanische Städte bringen wird, um den Regierungen und Ärzten zu helfen, auch dort das wundervolle Geschenk der Hospiz-Fürsorge zu verbreiten.

Bewertungen

von Kai Niewerth Datum hinzugefügt: 23.11.2013: Bewertung: 4 von 5 Sternen! [4 von 5 Sternen!]

Nicht schlecht,interessante Geschichten die sehr glaubw├╝rdig geschildert sind. Allerdings sind alle F├Ąlle sehr \"christlich\"-amerikanisch angehaucht,was aber nicht unbedingt ein Grund ist,dieses Buch nicht zu lesen. Ein kleiner Minuspunk...


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