Monika Donner

Tiger in High Heels

Warum ich in unserer Idiotengesellschaft als Frau leben muss

AMRA Verlag, 576 Seiten, AMRA Paperback XXL, 15 x 21 cm

ISBN: 978-3-95447-043-3

19,95 €

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Plädoyer fürs Menschsein. Neuer Videoclip weiter unten!

Sie lebt ganz offiziell als Frau – ohne Geschlechtsumwandlung. Sie hat dieses Recht juristisch für alle Menschen erstritten. Sie hat Schluss gemacht mit dem staatlichen Zwang, der Männer mit dieser Veranlagung wie »unwertes Leben« behandelte und viele zu einer Geschlechtsumwandlung nötigte, die sie selbst als Verstümmelung betrachten. Das erstrittene Recht gilt für beide Geschlechter, auch für Frauen, die als Mann leben wollen.

Aber ihr Kampf ist noch nicht zu Ende – und sie hat viel zu sagen ...

Scharf und präzise, gleichzeitig aber gefühlvoll, spirituell und unterhaltsam beschreibt Monika Donner, wie sie zu sich selbst und ihrer Freiheit gefunden hat. Mutig und stolz beschreitet sie den wesentlichen Weg für uns alle: Endlich wieder Mensch sein!


»... eine ergreifende Mischung aus Persönlichem und Fachlichem ...«
                    Magistra der Psychologie Tanja Guserl

»... und man beginnt, das Leben anders zu sehen und zu verstehen ...«
                    TV-Regisseur Peter Hajek (»Kommissar Rex«)


TIGER IN HIGH HEELS ist ein rebellisches, provokantes Selbsterfahrungsbuch. Die aufregende Biografie einer außergewöhnlichen Grenzgängerin sowie spirituelle und wissenschaftliche Erkenntnisse führen den Leser auf den Sinn des Lebens hin: die bewusste Selbstbefreiung des Menschen von unnötigen sozialen Zwängen.

Eine Leserkritik auf amazon.de: »Monika Donners Innenschau zeigt sich ungewöhnlich facettenreich und aufregend. Eingebettet in unsere Gegenwart, die kritisch-scharfsinnig betrachtet wird, sehe ich ein epochales, wegweisendes Werk vor mir. Alte überholte Muster werden deutlich aufgezeigt. Wer sollte dieses Werk nicht lesen? Moderne Menschen, die eine reale deutsche Sprache nicht verstehen, also jene manipulierten Mitbürger, die nur noch politisch korrektes Neusprech verstehen. Dieses Buch ist polarisierend – finden Sie die Mitte!«

MONIKA DONNER ist bekannt aus zahlreichen TV-Sendungen. Sie wurde als Junge geboren, machte an einem Jesuitenkollegium ihre Reifeprüfung, war Offizier des Bundesheeres und arbeitet zurzeit als Juristin im österreichischen Verteidigungsministerium. Außerdem ist sie Lebens- und Sozialberaterin. Sie lebt in einer hetero-lesbischen Partnerschaft mit einer Frau und schreibt am Drehbuch ihres ersten Films.

Auch als eBook erhältlich.

Hier ein brandneuer Trailer für Monikas Buch, den sie Anfang Oktober 2014 gedreht hat!
So frech, sexy und schnell ist auch ihr Buch - trotz des Umfangs ein literarischer Quicky:

Am 26. November 2013 lief der folgende TV-Beitrag über Monika Donner im Wiener Stadtfernsehen:

Hier sehen Sie einen Trailer, den die Autorin eigens für die erste Ausgabe ihres Buchs anfertigen ließ:

Und hier die Meldung aus einer Nachrichtensendung, die Monikas mutiges Bekenntnis zum Frausein dokumentiert:

»An dieser Stelle lasse ich«, wie Monika Donner schreibt, »meinen Bruder und Freund Richard zu Wort kommen. Er ist Werbefachmann und weiß, wie man Menschen ins rechte Licht rückt.«

BIOGRAFIE DER AUTORIN

Es ist schwer, Monika Donner zu beschreiben. Es ist ein bisschen so, als müsste man den Satz von Pythagoras ohne Mathematik anwenden. Das liegt daran, dass man Monika Donner nicht mit klassischen Rollenbildern beschreiben kann. Sie kam nämlich 1971 als Junge zur Welt. Er hüpfte aber früh aus den anerzogenen, erlernten und aufgezwungenen gesellschaftlichen Schubladen. Sie ist kein Mann und keine Frau. Sie ist ein Mensch. Ein Mensch, der als Frau lebt. Und auch das ist eine Beschreibung, die ihr nicht gerecht wird. Sie ist ein Mensch, der seine männlichen und weiblichen Anteile in sich vereint hat.
Das war nicht immer so. Obwohl schon der kleine Naturbursch »Toni« spürte, dass er irgendwann als Frau im Körper eines Mannes leben wird, könnte man bei seiner Biografie durchaus meinen, es handle sich um eine Mischung aus Django und Vinnie Jones. Untertags rebellischer Schüler, nachts Skinhead, Psycho-Billy und Hooligan, der die Linzer Subkultur aufmischt. Nach der Matura Offizier des Bundesheers, fleißiger Kraftsportler, Motorradfahrer und Weiberheld. Woher er die Zeit nahm, zwischen knackenden Knochen, Ehe und kurzen Affären auch noch das Jura-Studium abzuschließen, bleibt unklar. Das war der »Centurio«.
Seine innere Frau entdeckte er über eine zweite Rolle, die er heimlich am Wochenende auslebte: »Monique Dumont«, die stets perfekt gestylte, weiblich erotische, verführerische, manchmal aber auch unsichere Diva – eine Mischung aus Dolly Parton und Grace Johnes. Diese Zeit war bunt, aufregend, aber auch bedrückend, weil er sich verkleidet gefühlt hat und nur wenige Eingeweihte von »Monique Dumont« wissen durften. Scham engt ein.
Während der Ausbildung zum diplomierten Lebens- und Sozialberater verschmolzen die beiden Rollen »Centurio« und »Monique Dumont« zu einem androgynen Wesen. Irgendwann beschloss »Toni« dann, ganz als Frau zu leben, ohne sich jedoch einer geschlechtsanpassenden Operation zu unterziehen, weil er sie als körperliche und seelische Verstümmelung empfunden hätte. Monika Donner war geboren. In einem Rechtskampf gegen das österreichische Innenministerium stellte sie 2010 den Operationszwang ab, erkämpfte sich und anderen die rechtliche Anerkennung als Frau samt Namensänderung ohne genitale Veränderung. Was sie beim Verfassungsgerichtshof erreicht hat, hatte Einfluss auf die Rechtsprechung des deutschen Bundesverfassungsgerichts: Seit Anfang 2011 hat der Operationszwang auch in Deutschland ein Ende gefunden.
Heute hilft Monika anderen Menschen, ein selbstbestimmteres, zufriedeneres Leben zu führen. Sie ist aber auch schriftstellerisch und als Juristin im Verteidigungsministerium tätig. Wer das alles ein wenig bizarr findet, ist hier übrigens genau richtig.
Monika hat es also geschafft, ihre persönliche Freiheit zu finden und ihre Kindheitsvision zu leben. Das ist ein Kunststück, über das Monika einen fast 600 Seiten starken Wälzer geschrieben hat. Das schien nötig, denn nur wenige haben den Mut und den Willen, ihren eigenen Weg zu finden, der abseits von gesellschaftlichen Käfigen, Zwängen und Abhängigkeiten liegt.

Und hier geht's zu Monika Donners heiß umstrittener Verschwörungsanalyse
GOD BLESS YOU, PUTIN! Strategische Analyse inklusive rechtlicher Beurteilung
der sicherheitspolitischen Lage Europas am Beispiel Österreich

Leseprobe

INHALT

Vorworte
Einleitung

I. MEINE VER- UND ENTWICKLUNG
ZUM GELEIT o PRÄNATALES KINDHEIT o Paradiesische Wiege o Garten Eden o Kindergarten o Die Seele o Der liebe Gott o Gebets-Mühle o Kirchenschatzkammern o Der Kapitän und der Eine o Sadistischer UFO-Kapitän Jahwe o Das Ewige Sein o Schlussfolgerungen o Kleider machen Leute o Kleine Schulfarm o Erstklassig o Bis Herr Rat euch scheidet o Meine Oma o Vatis Matrix o Mädchen und Jungs o Anima-Vision o JUGEND o Die schwarze Burg o Erste Pubertät im Rowdy-Kostüm o Einleitung o Softie o Anima-Erotik o Spieglein, Spieglein o Unter Druck o Religionssex o Graues Netz und Psycho-Ventil o Reif für die Insel o KÄFIG 1: CENTURIO o Alles im grünen Bereich o Waldeinheit und Ousia-Feld o Vom Rowdy zum Krieger o Verteidigung o Feinde o Nordischer Wind o Telefonterror o Gemeinsam einsam o Kinderwunsch oder Konsumtrottel o Weiblicher Hengst o Sicherheit um wenig Preis o Centurio in Grün o Iustitia o Mystische Welt o KÄFIG 2: MONIQUE DUMONT o Einund Umleitung o Haus-Strapse und Drogerie-Schlampe o Zweite Pubertät im Diva Kostüm o Scham o Mein Ego und seine beiden Masken o Schwan mit Butler o ERWACHEN DES TIGERS o Seelenheil ist geil o Dunkle Frau o Für die Seele o Für den Kopf o Innere Führung o TRANS-ZENDER o Trans-Spiritualität (Einund Umleitung) o Moni-Thor o Transfrau Monika Donner o Beinahe kurz gefasst o Unter der medizinischen Lupe o Gesellschaftliches Rundherum o Papa im Kleid und die Transen o Mein Rechtsk(r)ampf o Randgruppentheater o Nahtoderfahrung o Jasmonika o ZURÜCK IN DIE GEHSCHULE

II. EGO-MANIE UND SELBST-BEFREIUNG
ÜBERBLICK o EGO UND MACHTHABER o Verantwortung o Das Ego o Die Machthaber o Dienende Herrschaften o Religion o Erkenntnisquelle Heilige Schrift o Spirituelle Rebellion o Götter sind erfundene Sklaventreiber o Jesu Seelengefährtin o Keine Macht von Machtlosen o Kirchenväter der Sünde o UNSER SELBST o Einfach sein o Frei wie der Wind o Gretchens Furz o Waldgeist o REBELLEN & CO o Einleitung o Mutter Natur o Helfer o Buddha Jesus o Buddha war kein Buddhist, Jesus war kein Christ o Buddhas Selbstbefreiung o Jesu Lehre ist Buddhas Lehre o Weg der Mitte o Kleiner und großer Weg o Der Ursprung Jesu Lehre o Shiva o Liebe, Humor und Meditation o Ungefragte Kritiker

III. FÜR DICH?
EINFACH BESONDERS o Raus mit der Wahrheit o Schreibing out o Schikane und Mobbing o SPIRITUELLE EVOLUTION o MEDITATIONEN UND DENKREZEPTE

IV. APPENDIX
BEGRIFFE ZUM BEGREIFEN o Ein- und Umleitung o Menschentiere o Herrliche Damenwäscheträger (DWT) o Travestie o Drag Queens und Kings o Transidentes Sammelsurium o Transvestiten (TV) o Transsexuelle (TS) o Intersexuelle

Abkürzungen
Danksagung

TRANS-SPIRITUALITÄT
So wie ich heute lebe, bezeichne ich mich zwar für das eher rationale gesellschaftliche Leben als Transfrau, auf der emotionalen Ebene deklariere ich mich aber gar nicht gern. Ich würde es nämlich bevorzugen, in meinem Wesen erkannt zu werden, das jenseits der von Menschen geschaffenen Geschlechter liegt, anstatt in den verstaubten Schubladen des Geistes aufbewahrt zu werden. Da dies aber vielen Menschen nicht möglich ist und rücksichtsvolle intellektuelle Auseinandersetzungen auch der gegenseitigen Annäherung dienlich sein können, bezeichne ich mich eben als Transfrau. Dieser Begriff drückt aber nicht ganz aus, worum es in meinem Leben wirklich geht. Zutreffender ist der von mir geschaffene Begriff »Trans-Zender«. De facto gibt es aber überhaupt keinen Begriff, der mein Wesen zutreffend beschreiben könnte. Kein Wesen kann mit Worten beschrieben werden. Unter diesem Gesichtspunkt kam ich auch auf meinen ehemaligen Künstlernamen »Monyama«. Mein schwarz-weiß gefleckter Hund heißt »Yama«. Diesen Namen gab ich dem entzückenden, in manchen Ländern lächerlicherweise als Kampfhund bezeichneten Bulldoggen-Terrier-Mischling, nachdem meine Oma gestorben war und ich ihre Energie in mir aufsteigen gefühlt hatte. Eine kurze Recherche im Internet ergab, dass »Yama« in irgendeiner östlichen Kultur sowohl für Tod als auch für Leben steht.
Ob man »Monyama« als Mischung aus »Monika« und »Yama«, als Verbindung von Mensch und Tier, als nette Buchstabenfolge oder als Bezeichnung jenes unzerstörbaren Wesens sieht, für das das Leben und der Tod ein und dasselbe sind, macht inhaltlich keinen Unterschied. Es ist alles dasselbe.
Für den Fall, dass es irgendwann einmal einen Bedarf geben sollte, Menschen wie mich in ein ganz spezielles begriffliches Schächtelchen mit hübschem Schleifchen drauf zu legen, habe ich eben den Begriff »Trans-Zender« geschaffen. Das klingt ähnlich wie Transgender und doch liegen Milliarden Lichtjahre etwa einen Millimeter dazwischen. Damit soll verständlich gemacht werden, dass ich mein persönliches Trans-Dasein als etwas tief Spirituelles begreife. Die Verknüpfung der Transidentität mit der Lebensweisheit des Zen gibt mir die Kraft, weitestgehend unangepasst durchs Leben zu gehen und auf mich zukommende negative Energien mit Einschränkungstendenzen ins Leere abzuleiten oder gegen den Absender einzusetzen. Auch so gesehen findet durch Zen begleitete Transformation statt. Meine Entwicklung des Inneren und Äußeren sowie die Reaktionen der Mitmenschen waren und sind auch Gegenstand von Meditation und Selbstreflexion. Das Leben ist draußen und drinnen. Das Leben ist die Praxis, ohne die Übung immer nur Übung bleibt.
»Buddha könnte auch eine Frau gewesen sein, was weiß denn ich?«, antwortet der imaginäre Zen-Meister Tofu Roshi auf die Frage eines empörten Schülers, wie er mit einer extremen Feministin umgehen soll. Sie hätte ein massives Problem mit Männern und leugne selbst das männliche Geschlecht Buddhas. Tofu Roshi meint dazu noch: »Er könnte sogar lesbisch gewesen sein – wenngleich zugegebenermaßen nicht, wenn er ein Mann war. Was kümmert es dich?« Charmant weist er auch darauf hin, dass Buddha traditionell ohne irgendwelche bestimmten Geschlechtsmerkmale dargestellt wird. Desweiteren stehe die westliche Fixiertheit auf das Geschlechtliche der Erleuchtung im Wege. Er versichert sogar, dass ein Geschlecht ganz wie das andere ist. »Kennst du eins, kennst du alle«, beendet Tofu Roshi seine Lehrrede.
Für mich bedeutet das auch, dass die Natur zwar körperliche Unterschiede macht, der verwirrte Geist des Menschen aber an diese geringfügigen Unterschiede gewaltige Rollenbilder und Rollenzwänge koppelt. Genau um das Erkennen und Loslassen von gesellschaftlichen Konditionierungen geht es im Zen. Zen ist nur ein Wort, ein Platzhalter aus Buchstaben, der für jene Lebensweise steht, die uns die Täuschungen des Alltags bewusst macht und sie in uns auflöst. Geschieht es, dann sind wir präsent im Hier und Jetzt.
Wir haben uns bereits mehrfach vergegenwärtigt, dass die höchste spirituelle Entwicklungsstufe die sogenannte kausale Stufe ist. Dieser aus der integralen Psychologie stammende Begriff beschreibt das Aufgehen in reinem Bewusstsein. Wir sprechen hier vom Zustand des »No-Mind«, dem spirituellen Austausch mit Gott und der Identität mit Gott. Ist die konditionierte Fremdsteuerung aufgelöst, kommt unser Wesenskern zum Vorschein. Der strahlende Schein des Selbst entspricht dem Zustand der Erleuchtung, dem Sein im Hier und Jetzt sowie Gott als »Das Eine« oder »Die Existenz«. Die Vereinigung mit der Existenz drückt sich vor allem in der archetypischen Vereinigung der Geschlechter aus.
Für patriarchalische Religionen wie das Christentum mit seinem Dreimännergott stelle ich daher eine Gefahr dar. Mit der Bedrohung künstlicher Machtstrukturen geht auch der (aus meiner Sicht illegale) Trend einher, zweigeschlechtliche Babys zwangsweise zu operieren und Transsexuelle unfruchtbar zu machen. Dieser Nazi-Zeitgeist spukt erfolgreich und im Stillen als jene menschenverachtende Ideologie weiter, die »unwertes Leben« unfruchtbar machte oder in Lagern verrecken ließ. Soll ich das Wunder meines Wesens, das wir alle in uns tragen, für weltliche Machtgelüste anderer Menschen opfern? Nein, kommt überhaupt nicht in Frage! Würde ich mein Wesen verstümmeln, würde ich damit die Göttlichkeit in mir und uns allen zerschnipseln. Mein Wesen und alles Dazugehörige sind mir heilig. Meine Rebellion ist mir heilig. Sie ist dringend nötig in einer Zeit, in der du gar nicht mehr wirklich Selbstversorger sein kannst, ab der Geburt in eine Rolle gedrängt wirst und als Dienstnehmer funktionieren »musst«, weil du einen festen Wohnsitz haben »musst« und das tägliche Brot brauchst. Sowie jede Menge Dreck, den niemand wirklich zum Leben benötigt. Es wird schon dafür gesorgt, dass du denkst, kräftig Dreck konsumieren zu müssen. Kaum gibt es uns noch nackt, wie die Existenz uns schuf. Man gibt uns vor, wie wir auszusehen haben, und gibt uns die Kleidung vor, die wir zu tragen und daher auch zu kaufen haben. Solltest du ein Mann sein, versuch mal im »Weiberrock« zur Arbeit zu gehen.
Nein, lackier dir einfach nur mal die Nägel rot.
Du wirst dein blaues Wunder erleben, auch wenn du Rot trägst. Egal, welchen Geschlechts du bist, versuche einfach nur einmal einen Tag so zu leben, wie wir Menschen es etwa 99,9 Prozent der Zeit taten, die es uns auf diesem Erdball gibt: Lebe als Nomade und zieh mit deinem Zelt umher, mach ein Feuer, jage und sammle deine Nahrung. Ich gebe dir wenige Stunden, bis du die Polizei am Hals hast. Jeder wunderschöne Quadratzentimeter Europas ist in irgendeinem bescheuerten Papier eingetragen, aus dem auch gleich der Eigentümer ersichtlich ist. Meinst du immer noch, dass du frei bist, weil du dir wöchentlich ein neues Mobiltelefon kaufen und damit deinen Mitmenschen in der dicht gedrängten U-Bahn auf den Wecker gehen kannst? Frei sind wir nur in unserem Inneren.
Das Quellwasser dieser Wahrheit durchfließt gleichermaßen mein Herz und meinen Verstand. Es erfüllt mich. Die gelegentlich hochkommende Wut ist spontan und daher aus meinem Innersten. Wie ich meine Wut transformiere, steht in keinerlei Widerspruch zum Wirken Buddhas oder Jesu. Die wichtigste Botschaft des Wanderpredigers ist für mich die, seinem Herzen zu folgen und zu lieben. Für die Verkündung seiner Wahrheit wurde sein Leib der Macht gieriger Priester geopfert. Jesus war ein Rebell, der für die Verbreitung der Wahrheit den physischen Tod fand. Er führte uns vor Augen, wie mit Rebellen umgegangen wurde und wird. Ich bin nicht Buddha, ich bin nicht Jesus. Ich weiß nur, dass mein Ich eine Fiktion der Gesellschaft und auch meines eigenen Geistes ist. Deshalb ist mein Ich bereit, für »meine« Wahrheit eventuell lächerlich gemacht, denunziert und wirtschaftlich ruiniert zu werden. Mein Ich kann kämpfen, wenn es sein muss. Meinem Innersten kann niemand etwas anhaben. Es ist unsterblich wie der immer wieder kehrende Regen.

Eine Auswahl der enthaltenen Bilder

Einbandgestaltung TIGER IN HIGH HEELSDer junge TigerTiger im Einkaufswagen

Über den Autor:

Monika Donner

Monika Donner wurde 1971 in Linz als Junge geboren, maturierte an einem Jesuitenkollegium, war Offizier des Bundesheeres und ist zurzeit als Juristin im Verteidigungsministerium beschäftigt. Außerdem ist sie Lebens- und Sozialberaterin. Sie begleitet Menschen auf dem Weg der Selbstwerdung.

Monika Donner ist eine Transfrau und lebt in einer hetero-lesbischen Ehe mit einer Frau. Ihre Transidentität empfindet sie als wesentlichen und spirituellen Bestandteil ihres Lebens. Sie ist keinem Ismus zuordenbar und lebt zen-orientiert. 2010 hat sie wesentlich dazu beigetragen, dass für Transsexuelle der Zwangscharakter genitalanpassender Operationen auf höchstgerichtlicher Ebene in Österreich aufgehoben wurde. Deutschland, Italien und die Schweiz sind 2011 nachgezogen.

Mehr Infos über die Autorin finden Sie auf der Webseite von Monika Donner.
Sie können sich auch direkt per Email an sie wenden.



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